Wie erkennt der Pilot das Wetter?
DDT - zuletzt aktualisiert: 24.01.2012 - 02:30Nr. 451 - Lena Illig aus Langenfeld fragt. "Wie werden Piloten von Verkehrsflugzeugen über die Wetterverhältnisse während des Fluges informiert?"
Piloten können das aktuelle Wettergeschehen in einem Bereich von 50 bis 300 Kilometern voraussehen. Präzise Auskünfte über das, was sich in großen Höhen zusammenbraut, kommen von einer technischen Spürnase: dem Wetterradar. Das sendet elektromagnetische Signale mit 180 Impulsen pro Sekunde aus. Das wichtigste Bauteil dieses Systems, die Antenne, ist an der Spitze des Flugzeugs hinter einer glasfaserverstärkten Kunststoffhülle montiert.
Wenn die Signale auf ihrem Flug auf feuchte Partikel in der Luft stoßen, senden sie ein Signal zurück. Dieses wird dann von der Antenne als Radarecho empfangen und auf seine Intensität gemessen. Den entsprechenden Wert übersetzt ein Computer an Bord in ein grafisches Bild, das dem Piloten auf einem Navigationsdisplay dargestellt wird. Farben zeigen dem Piloten, welche Art von Wetterzone und Wolkendichte er auf seinem Flugweg zu erwarten hat. Grün bedeutet, der Himmel ist nur leicht bewölkt, bei Gelb sind dickere Wolken zu erwarten, während Rot für dichte Wolkenschichten steht. Schlägt die Farbe schnell in Dunkelrot über, ist die Wahrscheinlichkeit für eine Gewitterwolke mit starken Turbulenzen voraus sehr groß. In solchen Fällen wird ein neuer Kurs gewählt, der über Funk mit der Flugsicherung abgesprochen wird.
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