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Warum hat der Wal ein Luftloch?

zuletzt aktualisiert: 08.06.2010 - 02:30

Nr. 416 – Aloys Hannen aus Mönchengladbach fragt: "Wann und wie atmet ein Wal ein und füllt die gewaltigen Lungen? Es gibt Leute, die behaupten, dass der Wal durch das Maul atmet, bevor er wieder auftaucht."

Wale sind Säugetiere. Im Gegensatz zu Fischen haben sie keine Kiemen. Sie atmen wie Menschen durch Lungen. Unter Wasser halten sie die Luft an. Deshalb müssen sie von Zeit zu Zeit auftauchen, um Luft zu holen. Wale atmen durch Nasenlöcher, die auf der Kopfoberseite sitzen. Bartenwale haben zwei Öffnungen, Zahnwale eine einzige, Blasloch genannt.

Unter Wasser ist das Blasloch fest verschlossen. Zum Ausatmen kommen Wale an die Wasseroberfläche und stoßen die verbrauchte Luft in Form einer Fontäne explosionsartig aus der Lunge aus. Der Atem kühlt durch die plötzliche Ausdehnung so stark ab, dass der in ihm enthaltende Wasserdampf zu Nebel kondensiert. Dabei entsteht ein Geräusch, das sogenannte Prusten. Der Nebelstrahl unterscheidet sich von Walart zu Walart.

Der Pottwal zum Beispiel atmet nicht senkrecht nach oben aus, sondern 45 Grad zur Seite. Walfänger können die Meeressäuger daher schon von weitem an der Höhe und der Form ihrer Fontäne identifizieren. So stoßen beispielsweise die Blauwale eine bis zu neun Meter hohe, dünne Wasserfontäne aus, Buckelwale dagegen eine niedrigere und breitere.

Wenn Wale Luft holen, tauschen sie 80 bis 90 Prozent der in ihren Lungen enthaltenen Luft aus. Beim Menschen sind es bei einem normalen Atemzug lediglich zehn bis 15 Prozent. Beim Einatmen wird die Luft durch das Blasloch angesaugt, das nach Füllen der Lungen wieder verschlossen wird. Ein zweiter Verschluss am Lungeneingang, der "Gänseschnabel" (er entspricht unserem Kehlkopf), verhindert, dass Wasser durch Maul und Speiseröhre in die Lunge dringt, wenn der Wal unter Wasser frisst. ddt

Quelle: Rheinische Post

 
 
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