Düsseldorf: Sicherheit für PC und Smartphones
VON LEONORE ESSER - zuletzt aktualisiert: 08.02.2012 - 02:30Düsseldorf (RP). 20 Millionen Deutsche besaßen 2011 ein Smartphone, wie das Meinungsforschungsinstitut Forsa nun bekanntgab. Zum gestrigen Safer Internet Day (SID) der Europäischen Kommission machten Fachleute auf neue Gefahren aufmerksam, die das mobile Internet für die Daten der Nutzer birgt. Mit diesen Vorsichtsmaßnahmen kann sich schützen, wer mit PC oder Handy im Internet unterwegs ist.
sicheres arbeiten am PC
Der PC sollte immer mit der neuesten Version des Betriebssystems laufen – bis Herbst ist das Windows 7. Selbst hinzugewählte Programme wie Musikspieler oder Bildbearbeitungsprogramme sollten nach Empfehlungen des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) so eingestellt werden, dass sie sich von alleine aktualisieren ("Auto-Update").
anti-Viren-software
Für den PC sind nach Empfehlung des Bundesamtes kostenlose Schutzprogramme ausreichend, etwa "Microsoft Security Essentials" oder "Avira Free Antivirus". Für Smartphones existieren zwar Apps, die vor den Viren schützen. "Eine sinnvolle Überlegung, denn die Ansteckungsgefahr über E-Mails und Websites ist gegeben", sagt Lutz Neugebauer, IT-Fachmann des Branchenverbands Bitkom. Jedoch gilt die Gefahr als gering: 150 Viren wurden bislang bei Android gezählt, Apple blieb bisher verschont.
mobile Apps
In der Pflicht bei der Sicherheit dieser Anwendungsprogramme sieht Verbraucherministerin Ilse Aigner die App-Anbieter und fordert, dass etwa Ortungsdienste standardmäßig ausgestellt sind. Vorsicht ist geboten, wenn eine App bei der Installation offenbar ohne Grund Ortungsrechte oder Zugriff auf den Nummern- und Adressspeicher fordert. Gegen ein Ausspähen hilft Android-Nutzern die kostenlose "App Droid Wall" – damit entscheidet der Nutzer selbst, welche App sich ins Internet einwählen kann.
WLAN-sicherung
Für das Heimnetzwerk, aber auch unterwegs mit Laptop oder Smartphone gilt: Für eine sichere Nutzung muss das WLAN-Netz mit dem aktuellen Standard WPA2 verschlüsselt sein.
Phishing-angriffe
Adressen, die auf "https" beginnen, erfordern besondere Vorsicht – weil sie nicht durchgehend verschlüsselt sind, können Daten von dort leichter abgefangen werden. Mehrere große Internetkonzerne – darunter Google – sagen dem Phishing mit dem neuen Werkzeug DMARC ("Domain-based Message Authentication, Reporting and Conformance") nun den Kampf an: Es prüft die Echtheit des Absenders einer E-Mail, so dass Datendiebe sich nicht mehr als seriöse Firma ausgeben können. Die DMARC-Pioniere wollen andere Firmen zur Beteiligung auffordern und das System zu einem Industriestandard ausbauen. Bei der Wahl eines Providers, der vor Angriffen schützt, hilft das Anti-Botnet-Beratungszentrum (www.botfrei.de).
umgang mit sensiblen daten
Vor dem Online-Banking sollte man sich bei seiner Bank grundsätzlich nach einem möglichst sicheren TAN-Verfahren erkundigen. "Hundertprozentige Sicherheit herzustellen ist gerade auf dem Smartphone nicht möglich", sagt Bitkom-Sprecher Christian Spahr. Sind Passwörter und Zugangsdaten auf dem Handy gespeichert, können viele Anbieter diese fernlöschen, wenn das Smartphone ungewollt den Besitzer wechselt.
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