Obama will Ökosysteme retten
zuletzt aktualisiert: 16.06.2010 - 02:30Pensacola (afp) US-Präsident Barack Obama will die von der Ölpest bedrohten Ökosysteme im Golf von Mexiko für die künftigen Generationen bewahren. Seine Regierung werde alles tun, um den typischen Lebensstil am Golf "für unsere Kinder und unsere Enkel und unsere Urenkel" zu erhalten, sagte Obama bei einem Besuch in der Region. Für die gestrige Nacht wurde eine Rede Obamas an die Nation angekündigt. Außerdem will Obama eine Öko-Beauftragten für die Golfküste ernennen. Das teilte sein Sprecher Robert Gibbs im Fernsehsender ABC mit.
Es existierten Befürchtungen, dass die Ölpest langfristige Auswirkungen auf einen seit Generationen überbrachten Lebensstil haben könnte, sagte Obama in Theodore im US-Bundesstaat Alabama. "Und ich verstehe diese Furcht." Er könne nicht versprechen, dass das Öl "über Nacht" beseitigt werden könne. "Das wird nicht so sein", hob der Präsident hervor. Aber er könne versprechen, dass irgendwann wieder Normalität herrsche.
Strengere Kontrollen
Obama kündigte strengere Kontrollen der Wasserqualität und der Fischproduktion in der Region an, um das Verbrauchervertrauen zu stärken. Entsprechende Anweisungen gingen demnach an die Meeresbehörde NOAA und die Lebensmittelbehörde FDA. Wegen der Ölverseuchung ist derzeit der Fischfang in einem Drittel der US-Gewässer im Golf von Mexiko untersagt. Zuvor hatte Obama die Bürger aufgerufen, trotz der Ölpest weiterhin als Touristen die Golfküste zu besuchen. Viele Strände seien von der Ölkatastrophe unberührt, sagte Obama.
In der Nacht zu heute wollte der Präsident eine Fernsehansprache aus dem Weißen Haus an die Nation halten. In der Rede wollte Obama nach Angaben seiner Berater "die weiteren Schritte aufzeigen, die uns aus dieser Krise führen". Dazu könnte die Forderung an den Energiekonzern BP zählen, einen milliardenschweren Treuhandfonds für die Bewältigung der Folgekosten einzurichten. Die anhaltende Ölkrise im Golf setzt Obama politisch unter Druck: Umfragen zufolge ist die Mehrheit der Bürger mit seinem Krisenmanagement unzufrieden.
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