Herzinfarkt Todesursache Nr. 1
zuletzt aktualisiert: 16.09.2009 - 02:30Wiesbaden. Herz-Kreislauf-Erkrankungen bleiben die mit Abstand häufigste Todesursache in Deutschland. Im vergangenen Jahr erlagen 363 785 Menschen und damit mehr als 43 Prozent aller Verstorbenen einem solchen Leiden, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden gestern mitteilte. Bereits im Jahr zuvor waren Herz-Kreislauf-Erkrankungen für 43 Prozent aller Sterbefälle verantwortlich, auch in den Jahren zuvor gingen jeweils knapp die Hälfte der Sterbefälle darauf zurück.
Insgesamt starben 2008 der Behörde zufolge 844 439 Menschen in der Bundesrepublik – zwei Prozent mehr als im Jahr davor. 53 Prozent von ihnen waren Frauen und 47 Prozent Männer. Laut dem Statistikamt spiegelt sich in diesem Verhältnis der weitaus größere Anteil der Frauen an der älteren Bevölkerung wider.
Zweithäufigste Todesursache bleibt nach Angaben der Statistiker Krebs: Mehr als ein Viertel aller Verstorbenen war daran erkrankt. Bei den Männern waren am häufigsten bösartige Tumoren der Verdauungsorgane und der Atmungsorgane. Bei den Frauen dominierten bösartige Neubildungen der Verdauungsorgane und Brustkrebs.
An Herz-Kreislauf-Erkrankungen starben vor allem ältere Menschen, die Über-65-Jährigen machten hier mehr als 91 Prozent der Gestorbenen aus. Da Frauen im Schnitt älter werden als Männer, starben sie mit 58 Prozent auch häufiger an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung. Ausnahme bleiben tödliche Herzinfarkte (Myokardinfarkt), 54 Prozent der Männer und 46 Prozent der Frauen starben daran.
Sieben Prozent der Verstorbenen erlagen den Angaben der Wiesbadener Statistiker zufolge Krankheiten des Atmungssystems, bei fünf Prozent war das Verdauungssystem betroffen. Fast vier Prozent aller Todesfälle sind dagegen auf eine nichtnatürliche Todesursache wie beispielsweise Verletzungen, Vergiftungen, Unfälle und Stürze zurückzuführen.
9331 Menschen nahmen sich das Leben, der Anteil der Männer war dabei mit 75 Prozent dreimal so hoch wie der der Frauen. Das Durchschnittsalter zum Zeitpunkt des Selbstmordes betrug 54 Jahre bei den Männern und 58 Jahre bei den Frauen.
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