Blick in die Vergangenheit
zuletzt aktualisiert: 20.08.2010 - 02:30In Alpen-Bönninghardt leben viele Menschen in sogenannten Plaggenhütten. Sie entstanden um 1796, als die ersten Siedler aus der Pfalz kamen. Sie konnten auf der Gocher Heide keine Flächen mehr bekommen. Um überhaupt ein Dach über dem Kopf zu haben, lebten die ersten Siedler in Erdlöchern – arm und teilweise verwahrlost. Mit selbstgebundenen Besen zogen sie bettelnd und hausierend durch die umliegenden Dörfer. Später entstanden dann, bei immer noch erbärmlichen Verhältnissen, die sogenannten Plaggenhütten. Das sind sehr primitive Behausungen, bei denen Grassoden als Dämm-Material dienten. Die letzte Behausung dieser Art war die von Agnes Schröder, auch "Focken-Agnes" genannt. Sie wurde 1896 zwar abgerissen, aber die 1991 gegründete Interessengemeinschaft Geschichte und Natur hat eine dieser Plaggenhütten an der Heidestraße in Bönninghardt wieder aufgebaut – als Denkmal für die Zeit vor 200 Jahren (Infos: www.plaggenhuette.de, Tel. 02802 4697).
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