Düsseldorf: Blasiussegen nach dem Fest Mariä Lichtmess
zuletzt aktualisiert: 02.02.2012 - 02:30Düsseldorf (RP). Heute feiert die katholische Kirche das Fest der "Darstellung des Herrn", das im Volksmund auch "Mariä Lichtmess" genannt wird. Traditionell sind damit die Kerzenweihen und die Lichterprozessionen verbunden. 40 Tage nach Weihnachten endet damit offiziell die Weihnachtszeit.
Das Fest knüpft an den Bericht des Lukas-Evangeliums an, nach dem Jesus, wie alle jüdischen Erstgeborenen, 40 Tage nach seiner Geburt von seinen Eltern zum Tempel gebracht und durch ein Opfer dem Herrn "dargestellt" wurde. Zudem brachte Maria an diesem Tag ein Reinigungsopfer dar, wie es das jüdische Gesetz vorschrieb. Die Bibel berichtet in diesem Zusammenhang auch von der Begegnung mit dem greisen Simeon, der Jesus als "Licht zur Erleuchtung der Heiden" pries.
Begangen wird das Fest "Darstellung des Herrn" bereits seit Anfang des fünften Jahrhunderts in Jerusalem; in Rom wurde es um 650 eingeführt. Aus einem Fest zu Ehren Christi entwickelte sich dann mit der Zeit ein Marienfest. Mittlerweile steht aber wieder Christus im Mittelpunkt des Tages. Mit zur Kreuzform gebundenen Kerzen wird an diesem Tag auch der "Blasiussegen" erteilt.
Der Heilige, dessen Namenstag am 3. Februar gefeiert wird, war ein frühchristlicher Märtyrer und wird als Schutzpatron bei Halskrankheiten verehrt. Der Legende nach soll der armenische Bischof Blasius durch sein Gebet ein Kind gerettet haben, das an einer Fischgräte zu ersticken drohte.
"Mariä Lichtmess" hatte jahrhundertelang auch eine wichtige Bedeutung im bäuerlichen Arbeitsjahr. Knechte und Mägde bekamen ihren Jahreslohn und konnten den Dienstherrn wechseln.
Die Wetterregeln zu Mariä Lichtmess handeln dabei vor allem von der Vorfreude auf den nahenden Frühling. Bekannt ist der Spruch: "Scheint an Lichtmess die Sonne heiß, bringt der Märzen Schnee und Eis." Verbreitet sind auch die Bauernregeln "Um Martin schlachtet der Bauer sein Schwein. Das muss bis Lichtmess gefressen sein" und "Lichtmess trüb ist dem Bauern lieb."
Anfang Februar werden zudem die Tage wieder deutlich länger hell: Einem alten Kalenderspruch zufolge ist der helle Tag, der zur Wintersonnenwende am 21. Dezember auf seinem Tiefpunkt stand, an Neujahr um einen "Hahnentritt", am Dreikönigstag immerhin schon um einen "Hirschensprung" länger geworden. Am 2. Februar ist dann bereits eine volle Stunde Helligkeit am Tag gewonnen. Bis zum 21. März weist die Lichtkurve zudem besonders steil nach oben und werden die Tage deutlich länger.
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