Auf Verpackungen fehlen oft die Nährwert-Infos
zuletzt aktualisiert: 16.09.2009 - 02:30Stuttgart. Lebensmittelkonzerne geizen Verbraucherschützern zufolge auf der Verpackung gern mit Informationen zu Zucker, Fett und anderen Nährwerten. Gerade bei zucker- und fetthaltigen Lebensmitteln wie Milchprodukten, Wurst und Süßigkeit fehlten oft wichtige Nährwertangaben, bemängelten die Verbraucherzentralen; sie hatten 3500 Produkte von mehr als 50 Herstellern untersucht.
Demnach waren auf fast der Hälfte der Produkte nicht alle acht Nährwerte ausgewiesen, nämlich Kaloriengehalt, Eiweiß, Kohlenhydrate, Zucker, Fett, gesättigte Fettsäuren, Ballaststoffe und Salz. Bei knapp 15 Prozent habe jede Angabe zu Kalorien und den Nährstoffen gefehlt.
Besonders schlecht schnitten den Verbraucherschützern zufolge bekannte Markenartikel ab. So fanden die Verbraucherzentralen bei drei Dutzend überprüften Produkten eines großen Süßwarenherstellers nur ein einziges mit Angaben zum Zuckergehalt – bei den übrigen 35 fehlte diese Information. Bei 17 Produkten eines Schokoladenproduzenten wies kein einziges die Kennzeichnung auf. Im Test belegte "Ritter Sport" den letzten Platz. Insgesamt sei die Kennzeichnung bei rund zwei Dritteln der untersuchten Hersteller unbefriedigend gewesen, befanden die Verbraucherzentralen; nur 18 Prozent und damit weniger als ein Fünftel hätten beispielsweise den Zuckergehalt umfassend ausgewiesen. Zudem habe bei kalorienreichen Produkten oft die Nährwertangabe gefehlt, stellten die Verbraucherschützer fest: So werde Kalbsleberwurst ohne Kennzeichnung angeboten, fettarmer Schinken dagegen mit Nährwertangabe.
Spitzenreiter Aldi und Lidl
Lediglich bei 18 Prozent der überprüften Hersteller war die Nährwertkennzeichnung gut; dazu gehören Danone, Zentis und Iglo. Auffällig ist außerdem, dass Discounter offenbar mehr Wert auf Informationen für den Verbraucher legen als Supermärkte. Die Spitzenposition in diesem Test-Teilbereich geht an Aldi. Lediglich sechs Prozent der untersuchten Produktpackungen dieses Discounters waren nicht mit der "Big Eight"-Kennzeichnung versehen. Mit knapp 30 Prozent fehlenden Angaben folgt Lidl auf Rang zwei.
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