ThyssenKrupp will 5500 Jobs abgeben
VON THOMAS REISENER - zuletzt aktualisiert: 23.06.2010 - 02:30Beim geplanten Verkauf der Metallumformung von ThyssenKrupp zeichnet sich ein Konflikt mit den Arbeitnehmern ab. Der Betriebsrat will den Verkauf möglicherweise blockieren. Das sagte Konzernbetriebsratschef Thomas Schlenz gestern gegenüber unserer Zeitung. Ein ThyssenKrupp-Sprecher hatte zuvor auf Anfrage Meldungen bestätigt, denen zufolge der Konzern die Sparte mit weltweit 5500 Mitarbeitern verkaufen will. Es gäbe auch schon Gespräche mit Interessenten, so der Sprecher.
Von den Plänen sind in Deutschland 2200 Mitarbeiter an den Standorten Bielefeld und Ludwigsfelde (Brandenburg) betroffen. In der Metallumformung, die ursprünglich Teil der Automotive-Sparte von ThyssenKrupp war, werden zum Beispiel Säulen für den Fahrzeugkarosseriebau hergestellt.
Schlenz sagte, der Verkauf sei noch "keineswegs beschlossene Sache". Schließlich habe der Aufsichtsrat dem Verkauf noch nicht zugestimmt. Seine Skepsis begründete Schlenz damit, dass die Metallumformung bislang stets auch ein zuverlässiger Großabnehmer von ThyssenKrupp-Flachstahl gewesen sei. Schlenz sagte gestern: "Ich bin mir nicht sicher, dass dieser Aspekt bei der Verkaufsentscheidung schon ausreichend gewürdigt worden ist".
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