Persil und Schwarzkopf helfen Henkel in der Krise
VON THOMAS REISENER - zuletzt aktualisiert: 07.05.2009 - 02:30Düsseldorf. Die Wirtschaftskrise trifft Henkel hart, aber nicht so hart wie manch anderen Dax-Konzern. Stabilisierend wirkt sich derzeit das Geschäft mit Konsumgütern aus: Vor allem bei seinen bekannten Wasch-, Reinigungs- und Kosmetikmarken (zum Beispiel Schwarzkopf, Persil, Pril, Fa) konnte der Düsseldorfer Konzern im ersten Quartal zulegen. In der Wasch- und Reinigungsmittelsparte steigerte Henkel das Betriebsergebnis (Ebit) um knapp acht Prozent auf 107 Millionen Euro, im Kosmetikbereich um 4,1 Prozent auf 91 Millionen Euro.
Verhagelt hat dem Konzern das erste Quartal allerdings die Klebstoffsparte. Wie Henkel schon Anfang April gewarnt hatte, ist das Ebit in diesem Bereich von 150 Millionen Euro im Vorjahresquartal auf jetzt 47 Millionen Euro eingebrochen. Wobei die National-Starch-Gewinne des Vorjahres in den für diesen Zeitraum ausgewiesenen 150 Millionen Euro noch gar nicht eingerechnet sind, in den 45 Millionen Euro für das diesjährige Quartal aber schon – was ahnen lässt, dass der Einbruch bei dem 3,7 Milliarden Euro teuren National-Starch-Zukauf noch dramatischer sein muss, als die Zahlen dokumentieren. Ursache für den Einbruch in der Klebstoffsparte sei die Krise in der Auto-, Elektro und Metallwirtschaft gewesen, sagte Henkel-Chef Kasper Rorsted gestern bei einer Telefonkonferenz.
So verdiente der Konzern im ersten Quartal unter dem Strich mit 121 Millionen Euro 46 Prozent weniger als im Vorjahresquartal. Das Ebit ging von 320 Millionen auf 215 Millionen Euro zurück. Der Umsatz stieg wegen des National-Starch-Zukaufs um 3,1 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro. Eine Prognose für das aktuelle Jahr wagte Henkel nicht.
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