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Metro Cash & Carry streicht noch 900 Jobs

zuletzt aktualisiert: 19.06.2010 - 02:30

Der Handelskonzern Metro baut im zuletzt schwachen Großhandelsgeschäft in Deutschland weiter um. In der Cash & Carry-Sparte sollen weitere 900 Stellen wegfallen, nachdem bereits seit dem Start des Umbauprogramms im vergangenen Jahr 900 Arbeitsplätze abgebaut worden waren. Dies teilte gestern der Vorsitzende der Geschäftsführung von Metro Cash & Carry Deutschland, John Rix, mit. Die Metro schließt im Großhandel drei Standorte in Berlin-Marzahn, Berlin-Pankow und Halle. Außerdem will sie einen Markt in Rostock verkaufen. Darüber liefen Verhandlungen mit zwei Interessenten, sagte Rix. Für diese vier Standorte gebe es trotz aller Bemühungen keine Perspektive. Außerdem soll die Vertriebslinie Schaper mit Cash & Carry zusammengelegt worden. Die Schaper-Zentrale in Hannover wird Ende Januar des kommenden Jahres geschlossen. Allein dadurch fallen 100 Arbeitsplätze weg.

Auf der anderen Seite will Cash & Carry knapp 300 Fachkräfte neu einstellen. Und das Sparpaket ist auch nicht das einzige Instrument, mit dem die Metro im Großhandel den für 2012 angestrebten Vorsteuergewinn von 150 Millionen Euro erreichen will (nachdem 2008 und 2009 nur geringe Gewinne erzielt wurden). Rund 100 Millionen Euro stehen für den Umbau und die Neueröffnung von Märkten in diesem Jahr zur Verfügung, wie Rix sagte. Und auch am Produktangebot will die Metro noch einmal Hand anlegen. Die Eigenmarken sollen ausgebaut werden, in ausgewählten Märkten soll es auch eine Belieferung von Kunden in der Nähe ihres Standortes geben. Die Metro sieht in der Sparte ein zusätzliches Umsatzpotenzial von mehreren hundert Millionen Euro. Im vergangenen Jahr hat Cash & Carry in Deutschland knapp 5,5 Milliarden Euro umgesetzt, das waren etwa 17 Prozent dessen, was die Sparte weltweit erlöst hat.

Quelle: Rheinische Post

 
 
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