Krankenkassen von Bayer und Ford fusionieren
zuletzt aktualisiert: 30.09.2009 - 02:30Leverkusen/Köln. Die Betriebskrankenkassen Pronova, Ford & Rheinland sowie Goetze & Partner fusionieren. Damit entsteht unter dem gemeinsamen Namen Pronova BKK eine Kasse mit mehr als 500 000 Versicherten, berichteten die Versicherungsunternehmen gestern. Die Vereinigung ist für den 1. Januar 2010 geplant. Der Zusammenschluss sei ein strategischer Schritt, "um unsere Position im Gesundheitsmarkt langfristig zu stärken", erklärten die Vorstandsvorsitzende Joachim Röminger (Pronova), Lutz Kaiser (Ford & Rheinland) und Ulrich Rosendahl (Goetze). Bisher zahlen die Versicherten dieser Kassen keinen Zusatzbeitrag.
Trotz Fusion sollen die mehr als 50 Servicestellen der Kassen erhalten bleiben. Auch bei den insgesamt 800 Beschäftigten ist kein Stellenabbau angekündigt. Ab 2010 soll die neue Kasse nach eigener Einschätzung zu den 30 größten Krankenkassen in Deutschland zählen.
Die heutige Pronova BKK (500 Beschäftigte, 330 000 Versicherte, 20 Standorte) ging aus den Betriebskassen der Bayer AG, von BASF, Boehringer Ingelheim und Michelin hervor. Damit sind 125 Jahre Erfahrung versammelt. Die BKK Ford & Rheinland (280 Mitarbeiter, 161 000 Versicherte, 29 Standorte) gibt 1815 als Gründungsjahr an. Die Kasse betreut unter anderem die Ford-Werke, Deutz AG, Stollwerck AG, HT Troplast AG (ehemalige Dynamit Nobel) und andere. Die BKK Goetze (32 Mitarbeiter, 20 400 Versicherte, fünf Filialen) ging aus der Betriebskrankenkasse des Burscheider Automobilzulieferers Federal Mogul hervor.
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