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Düsseldorf: Höhere Preise: Post und Bahn kulant

zuletzt aktualisiert: 04.01.2013

Düsseldorf (RP). Trotz Preissteigerungen müssen Kunden nicht immer sofort mehr zahlen.

Bahnfahren an Rhein und Ruhr ist im neuen Jahr zwar teilweise deutlich teurer geworden, aber wer vorgesorgt hat, der kommt vorerst noch um die höheren Preise herum. Denn wer schon vor der Preiserhöhung des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (durchschnittlich um 3,9 Prozent zum Jahreswechsel) Fahrkarten erworben hat, kann diese noch bis zum 31. März benutzen. Bis dahin behalten alle zum alten Tarif erworbenen Einzel-, Vierer-, Tages- oder Zusatztickets ihre Gültigkeit.

Sollten die Kunden diese Frist nicht nutzen wollen oder können, ist nach Angaben des Verkehrsverbundes der Umtausch der alten Fahrscheine in den Kundencentern der Verkehrsunternehmen gegen entsprechende Tickets mit dem neuen Preisstand möglich.

In den Fernzügen der Deutschen Bahn gilt dasselbe. Hier wurden die Preise bereits am 9. Dezember des vergangenen Jahres mit dem Wechsel zum Winterfahrplan um durchschnittlich 2,8 Prozent erhöht. Aber wer sein Ticket schon vor diesem Termin gelöst hat, kann damit noch bis Anfang März zum alten Preis fahren. Nach Auskunft einer Bahn-Sprecherin ist das Datum entscheidend, ab dem das Ticket gültig ist. "Da Fahrkarten bis zu 90 Tage im Voraus gebucht werden können, sind Fahrkarten zum alten Preis noch gültig."

Auch bei der Deutschen Post muss der Kunde seit Jahresbeginn mehr zahlen. Das Porto für den Standardbrief ist von 55 auf 58 Cent gestiegen. Doch könnte manchen Kunden eine Schonfrist bleiben: "Bei Privatkunden kann ich mir vorstellen, dass in den ersten Tagen sicher noch nicht bei jedem unterfrankierten Brief sofort ein Nachporto verlangt wird", hatte Post-Chef Frank Appel Mitte Dezember 2012 im Gespräch mit unserer Zeitung erklärt. Allerdings kann auch der Post-Chef nicht für jeden Zusteller sprechen. Falls dieser nämlich nicht kulant ist, müsste der Empfänger des Briefes ein Nachentgelt beim Porto zahlen.

Wer seine alten Briefmarken im Wert von 55 Cent aufbrauchen will, kann 3-Cent-Ergänzungsmarken kaufen: entweder als 20er-Pack zu 60 Cent in der Postfiliale oder einzeln am Briefmarken-Automaten. Am Automaten kann nach Angaben der Post "jeder beliebige Portowert" gezogen werden.

Quelle: kpk
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