Ford will Mitarbeiter für 70 000 Dollar loswerden
zuletzt aktualisiert: 23.12.2009 - 02:30Köln (tor) Um 2011 wie geplant wieder Gewinne schreiben zu können, will der US-amerikanische Autobauer Ford seine Belegschaft verkleinern. Gestern bot Ford seinen 41 000 Mitarbeitern in den USA Prämien von bis zu 70 000 Dollar (knapp 50 000 Euro) für das frühzeitige Ausscheiden an. Ein ähnliches Angebot hatten im Sommer nur 1000 Mitarbeiter angenommen.
Die deutsche Tochter von Ford will hingegen auf keinen ihrer 24 000 Mitarbeiter verzichten. "Wir haben gerade unseren 300 000sten Fiesta produziert – wir brauchen jeden Mann", sagte gestern ein Sprecher auf Anfrage. Das Volumenmodell wird seit Oktober 2008 in Köln-Niehl produziert und ist laut Ford "der erfolgreichste Fiesta, den es je gab". Während auch der noch kleinere Ford Ka und der etwas größere Ford Focus dank der Abwrackprämie gut durch das Jahr 2009 gekommen sind, brachen die Verkäufe des neuen Ford Mondeo etwas ein. "Insgesamt haben wir unseren Marktanteil im vergangenen Jahr aber um etwa einen halben Prozentpunkt auf 7,6 Prozent gesteigert", so der Sprecher.
Überraschend beliebt ist bei Ford-Käufern die so genannte Flatrate, bei der das Unternehmen für Neuwagenkunden vier Jahre lang gegen eine monatliche Extra-Prämie die Versicherungs- und Wartungskosten übernimmt: 70 Prozent der Ford-Kunden machten 2009 von diesem Angebot Gebrauch. "Das hat uns selbst überrascht", sagte der Sprecher, "offensichtlich ist Planungssicherheit in Krisenzeiten besonders gefragt". Für einen Ford Ka kostet die Prämie zum Beispiel ab 85 Euro im Monat, für einen Focus 125 Euro.
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