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Fahrer schuld an Unfällen mit Toyota-Autos in USA

zuletzt aktualisiert: 15.07.2010 - 02:30

New York (apn) Eine Untersuchung der US-Regierung entlastet den Autobauer Toyota von dem Verdacht, seine Modelle könnten ungewollt beschleunigen. Experten des US-Verkehrsministeriums fanden bei einer Untersuchung zahlreicher Toyota-Unfallautos keine Hinweise für ein selbstständiges Beschleunigen, wie das "Wall Street Journal" gestern berichtete.

Zuvor hatten viele Toyota-Fahrer in den USA geklagt, ihre Wagen seinen beim Tritt auf die Bremse schneller geworden und hätten einen Unfall verursacht. Die US-Regierung brachte den Tod von 93 Menschen mit dem mysteriösen Problem des ungewollten Beschleunigens in Verbindung. Insgesamt gingen 3000 Beschwerden deshalb bei der Verkehrsbehörde ein.

Ganz anders sieht dies inzwischen dem Bericht zufolge das Verkehrsministerium: Aufzeichnungen der Bordelektronik legten nahe, dass die Fahrer aufs Gaspedal traten und nicht auf die Bremse, heißt es. Die Experten untersuchten zahlreiche Datenspeicher aus den Unfallautos, die ganz genau die Pedalstellungen zum Unfallzeitpunkt gespeichert hatten. Die Behörde wollte den Bericht nicht bestätigen. Ein Top-Mitarbeiter der Verkehrssicherheitsbehörde hatte schon im Juni erklärt, sein Amt habe außer verrutschenden Fußmatten und ruckenden Gaspedalen keine Fehler entdeckt. Ein Toyota-Sprecher sagte, das Unternehmen sei nicht über die Untersuchungsergebnisse informiert worden. Eigene Nachforschungen der Toyota-Ingenieure hätten aber zu den gleichen Schlussfolgerungen geführt. Toyota hat mehr als 8,5 Millionen Autos zurückgerufen, unter anderem wegen defekter Gaspedale, blockierender Fußmatten und defekter Bremsen. Die Qualitätsprobleme setzten dem Unternehmen schwer zu und ließen das Ansehen rapide sinken.

Quelle: Rheinische Post

 
 
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