kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast

Energiekonzerne sponsern Gutachter

VON HANNA KOCH UND BIRGIT MARSCHALL - zuletzt aktualisiert: 27.08.2010 - 02:30

Unmittelbar vor der Übergabe der entscheidenden Studie über das Energiekonzept der Bundesregierung geraten die Gutachter selbst in die Kritik: Das Energiewirtschaftliche Institut (EWI) der Universität Köln, eines der drei beauftragten Institute, erhielt Geld von den Energiekonzernen Eon und RWE. Die Unternehmen unterstützen das EWI mit jeweils vier Millionen Euro. SPD und Grüne rügten den Vorgang scharf. Das Kölner Institut wies die Vorwürfe zurück.

Das EWI, das Schweizer Prognos-Institut und die Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung (GWS) legen der Regierung heute ihren Bericht vor. Er bildet die wichtigste Grundlage für das Energiekonzept, das Berlin am 28. September beschließen will. Dabei geht es um die Frage, wie lange die Atomkraftwerke (AKW) am Netz bleiben sollen, damit die Klimaschutzziele bis 2050 erreicht werden.

SPD und Grüne sehen beim EWI eine unzulässige Verstrickung mit den Geldgebern Eon und RWE. "Das wäre so, als wenn die Bundesregierung beim Marlboro-Institut ein Gutachten über die Zukunft des Nichtraucherschutzes in Auftrag gegeben hätte und daraus ihre Nichtraucherschutzpolitik ableitet", sagte der energiepolitische Sprecher der Grünen, Hans-Josef Fell. "Wenn tatsächlich Geld für die Berechnungsmodelle geflossen sein sollte, wäre das ein Skandal", sagte SPD-Umweltsprecher Matthias Miersch. "Die Arbeit des EWI erfolgt stets und grundsätzlich auf rein wissenschaftlicher Basis und völlig unabhängig", sagte dagegen EWI-Chef Marc-Oliver Bettzüge.

Aus einem Zwischenbericht der drei Institute von Ende Mai, der unserer Zeitung vorliegt, geht hervor, dass sowohl der Primärenergie-Verbrauch als auch die Treibhausgas-Emissionen bei einer Laufzeitverlängerung der AKW stärker zurückgehen als bei Beibehaltung des Atomausstiegs. Nach dem Zwischenbericht mit dem Titel "Energieszenarien für ein Energiekonzept der Bundesregierung" dürfte der Primärenergieverbrauch 2050 um 42 Prozent unter dem von 2008 liegen, sollte Berlin am Atomausstieg festhalten. Dagegen sinkt der Verbrauch bis 2050 um 51 Prozent, wenn die Laufzeiten um zwölf Jahre verlängert werden. Bei 20 Jahren ergäbe sich kein stärkerer Rückgang.

Die CO2-Emissionen würden bis 2020 um fast 37 Prozent und bis 2050 um 71 Prozent gegenüber 1990 zurückgehen, bliebe es beim Atomausstieg. Dagegen würden sie bei einer Laufzeitverlängerung um zwölf Jahre um knapp 46 Prozent abnehmen. Bis 2050 betrüge der Rückgang 87 Prozent.

Quelle: Rheinische Post

 
 
Artikel der Rubrik Wirtschaft
 
 
Links zu diesem Artikel
 
Anzeige

So viel Lohn pfändet der Gerichtsvollzieher
So viel Lohn pfändet der Gerichtsvollzieher
Wer in die Schuldenfalle geraten ist, dem .. mehr 
 
So viel Lohn pfändet der Gerichtsvollzieher
So viel Lohn pfändet der Gerichtsvollzieher
Wer in die Schuldenfalle geraten ist, dem ..
mehr 
Das sind die wertvollsten Marken der Welt 2012
Das sind die wertvollsten Marken der Welt 2012
Apple bleibt die wertvollste Marke der Welt. Der US-Technologiekonzern ..
mehr 
Hannelore Kraft besucht Opel Bochum
Hannelore Kraft besucht Opel Bochum
Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin ..
mehr 
ICE-Panne bei Hannover: Passagiere stecken stundenlang fest
ICE-Panne bei Hannover: Passagiere stecken stundenlang fest
Die ersten heißen Wochenendtage sind da und ..
mehr 

Ifo-Geschäftsklimaindex sinkt

Stimmung in der deutschen Wirtschaft trübt sich ein

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat im Mai einen Dämpfer bekommen. Der Ifo-Geschäftsklimaindex ging von 109,9 Punkten im April auf nun 106,9 Punkte zurück, wie das Münchner Ifo-Institut am Donnerstag mitteilte. mehr

 

Künftiger Deutsche-Bank-Chef

Fitschen räumt Fehler der Bank-Branche ein

Der künftige Deutsche-Bank-Chef Jürgen Fitschen hat schwere Versäumnisse in der Finanzbranche eingeräumt. Allerdings habe man aus den jüngsten Krisen Lehren gezogen und etwa den Eigenhandel stark eingeschränkt. mehr

 

500 Millionen Euro Neu-Investition

BMW verdoppelt Kapazitäten in China

 
 

Börsen stoppen Abwärtstrend

Nikkei und Dow Jones schließen gut behauptet

 

Zahlen für das erste Quartal

Exporte treiben deutsches Wirtschaftswachstum

 
 

Verdienen in der Schuldenkrise

Gute Zeiten für Goldkäufer

Top-Services