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Berlin: Bundesbank: Inflation hat Höhepunkt hinter sich

zuletzt aktualisiert: 10.12.2011 - 02:30

Berlin (RP). Der Preisdruck in Deutschland lässt weiter nach: Die Teuerungsrate fiel im November den zweiten Monat in Folge. Waren und Dienstleistungen kosteten im Schnitt 2,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, teilte das Statistische Bundesamt mit. "Der Preisanstieg dürfte seinen Höhepunkt überschritten haben", schrieb die Bundesbank in ihrer Konjunkturprognose. Im Oktober lag die Teuerungsrate bei 2,5 Prozent, im September gab es mit 2,6 Prozent noch ein Drei-Jahres-Hoch.

Der Bundesbank zufolge fällt die Inflationsrate im kommenden Jahr wieder unter die Marke von zwei Prozent, bis zu der die Europäische Zentralbank (EZB) von stabilen Preisen spricht. Seit Jahresanfang liegt sie konstant darüber. Weil die Unternehmen im Abschwung weniger Spielraum für Preiserhöhungen haben, sagt die Bundesbank für 2012 einen Rückgang der Inflationsrate auf 1,8 Prozent voraus. 2013 sollen es sogar nur 1,5 Prozent sein. "Die schlechten Konjunkturaussichten dämpfen den Preisauftrieb", sagte Commerzbank-Analystin Ulrike Rondorf. Auch sie schätzt die Inflationsrisiken auf Sicht von ein- bis eineinhalb Jahren derzeit als gering ein.

Die jährliche Teuerung wurde erneut vor allem vom Preisauftrieb bei Sprit (plus 11,3 Prozent) und Heizöl (plus 28,5 Prozent) getrieben. Ohne Berücksichtigung der Energie hätte die Inflationsrate nach den Angaben der Statistiker im November bei 1,4 Prozent gelegen. Außer bei Energieprodukten mussten die Verbraucher auf Jahressicht auch bei Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken kräftige Preisanstiege verkraften: Fleisch kostete 4,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, Kaffee fast ein Fünftel (19 Prozent) und Margarine beinahe ein Viertel (23,6 Prozent). Auch für Wein (plus 3,6 Prozent) und Tabakwaren (plus 3,2 Prozent) mussten die Verbraucher tiefer in die Tasche greifen.

Quelle: RP


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