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Betriebsrat: "Opel hält Zusagen nicht"

VON THOMAS REISENER - zuletzt aktualisiert: 06.03.2010 - 02:30

Der Bochumer Betriebsrat erhebt schwere Vorwürfe gegen das Management der deutschen GM-Tochter Opel: "Zugesagte Produktion soll nicht nach Bochum kommen", schreibt Betriebsratschef Rainer Einenkel in einem Brief an die Bochumer Belegschaft, der unserer Zeitung vorliegt. Angeblich können deshalb bis zu 1000 Stellen mehr in Bochum wegfallen als geplant. Bislang hatte GM für Bochum den Abbau von 1800 Jobs plus weiteren 200 in Partnerbetrieben angekündigt. Einenkel: "Das wäre der schleichende Tod für das Bochumer Werk."

Hintergrund ist die angekündigte Schließung des Opel-Werkes in Antwerpen. Bisherigen GM-Plänen zufolge sollten die auslaufenden Astra-Modelle nach der Schließung als "Classic-Variante" in Bochum weiterproduziert werden, um die Zeit bis zum Anlaufen der Produktion des neuen Zafira-Modells in Bochum zu überbrücken. Einenkel will aber erfahren haben, dass die Produktion der auslaufenden Astra-Modelle internen Planungen zufolge aber nun doch in Antwerpen verbleibt, "um die Braut für den Verkauf hübscher zu machen". Außerdem verwahrt Einenkel sich gegen Aussagen der belgischen Regierung, das Werk in Antwerpen sei wirtschaftlicher als Bochum. "Genau das Gegenteil ist der Fall." Ein Opel-Sprecher wies Einenkels Darstellung gestern gegenüber unserer Zeitung zurück. "An den bisher vorgestellten Plänen zur Sanierung von Opel ist nichts zurückgenommen oder verändert worden", so der Sprecher auf Anfrage.

Unterdessen fordert die IG Metall einen Runden Tisch zur Rettung des Autobauers. Der Frankfurter IG-Metall-Bezirksleiter Armin Schild verwies gestern darauf, dass der Mutterkonzern General Motors nun bereit sei, 1,9 Milliarden Euro für die Opel-Sanierung bereitzustellen. Damit sei eine wichtige Voraussetzung für gemeinsame Verhandlungen von Unternehmen, Bund, Ländern sowie Gewerkschaft und Opel-Betriebsrat geschaffen.

Quelle: Rheinische Post

 
 
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