Baulandpreise in NRW stabil
zuletzt aktualisiert: 06.08.2010 - 02:30Die Preise für gebrauchte Ein- und Zweifamilienhäuser und Eigentumswohnungen in Nordrhein-Westfalen sind im vergangenen Jahr leicht gesunken. Das geht aus dem neuesten Grundstücksmarktbericht hervor, den der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger gestern präsentiert hat. Danach sind die Preise für solche gebrauchten Wohnimmobilien im Durchschnitt um etwa zwei Prozent gesunken, während Erstverkäufe je nach Region bis zu vier Prozent teurer geworden sind. Insgesamt haben 122 190 Immobilien den Eigentümer gewechselt, ein Prozent weniger als im Vorjahr.
Wohneigentum bleibt entlang der Rheinschiene am teuersten. Der Quadratmeter Wohnfläche in mittlerer Lage kostet in Bonn 2918 Euro, dahinter kommt Düsseldorf (2838). Dagegen zahlt man in Hamm nur 1560 und in Rhede nur 1550 Euro. Wer ein neues Reihenendhaus oder eine Doppelhaushälfte haben möchte, muss in Düsseldorf in der Regel mehr als 300 000 Euro zahlen, in Ostwestfalen/Lippe nur zwei Drittel davon.
Die Preise für Bauland sind stabil. Spitzenreiter in mittleren Wohnlagen bleibt die Landeshauptstadt Düsseldorf, gefolgt von den Städten Meerbusch und Langenfeld (siehe nebenstehende Grafik). Das andere Extrem bilden Regionen im Hochsauerlandkreis und im Kreis Minden/Lübbecke, wo Interessenten für einen Quadratmeter Bauland teilweise deutlich unter 35 Euro zahlen müssen.
Eine Schere klafft zwischen kleineren Wohnimmobilien auf der einen sowie Mehrfamilienhäusern und Gewerbeimmobilien auf der anderen Seite. Die Zahl der verkauften Mehrfamilienhäuser ist um 18 Prozent gesunken. Bei Gewerbe- und Industrieobjekten beträgt der Rückgang ein Fünftel, bei Büro- Verwaltungs- und Geschäftshäusern sogar fast 30 Prozent.
Der Grundstücksmarktbericht wird jährlich erstellt. Man kann ihn auch für 40 Euro bestellen. Die Adresse: Der Obere Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Land NRW, Postfach 30 08 85, 40408 Düsseldorf.
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