Abfallgebühren sind leicht gesunken
VON HENDRIKE SPAAR - zuletzt aktualisiert: 11.08.2010 - 02:30Die Müllgebühren sind für viele ein Ärgernis. Denn von Gemeinde zu Gemeinde variieren Preise und Leistungen gewaltig. Um diesen Missstand abzuschaffen, veröffentlicht der Bund der Steuerzahler (BdSt) jährlich die Gebührensätze aller 396 Kommunen in NRW und zeigt Wege auf, wie die Gebühren gesenkt werden können.
Und die neusten Zahlen zeigen, die Mühen lohnen sich: Denn bei den Abfallgebühren hat sich viel zugunsten der Gebührenzahler getan. Viele Städte und Gemeinde nutzen inzwischen die vom Bund der Steuerzahler aufgezeigten Möglichkeiten, um die Gebühren im Sinne der Bürger zu verändern. So hat der BdSt unter anderem die Kommunen aufgefordert, das Einsammeln des Restmülls und den Transport europaweit auszuschreiben, um damit die Kosten zu senken. Mit Erfolg: In Kaarst im Rhein-Kreis Neuss konnte der Preis für die 14-tägige Leerung im Vergleich zum Vorjahr um 11,2 Prozent gesenkt werden. Erfreulich ist auch die Entwicklung beim Abfuhrrhythmus.
So haben mehr als zwei Drittel der Kommunen inzwischen von wöchentlich auf 14-tägig umgestellt, wodurch die Kosten erheblich gesenkt werden. Trotz dieser Erfolge haben einige Städte immer noch Nachholbedarf. So erklären sich Köln und Düsseldorf nicht bereit, kleinere Tonnen anzubieten oder den Abfuhrrhythmus zu ändern. Nachholbedarf gibt es auch bei den Abwassergebühren. So ist der Landesdurchschnitt für einen Musterhaushalt mit vier Personen und 200 Kubikmetern Frischwasserverbrauch um 2,4 Prozent gestiegen.
Für Kleve verzeichnete der BdSt sogar eine Steigerung von satten 23,2 Prozent. So müssen dort anstatt 413 Euro nun 509 Euro gezahlt werden.
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