kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast

Ulla Schmidt: "Ich würde es nicht mehr tun"

VON MICHAEL BRÖCKER - zuletzt aktualisiert: 27.08.2009 - 02:30

Berlin Vor dem Haushaltsausschuss des Bundestages hat Gesundheitsministerin Ulla Schmidt die umstrittene Dienstwagen-Nutzung als rechtlich einwandfrei verteidigt, zugleich aber Fehler im Umgang mit der Affäre eingeräumt. "Ich würde es so nicht mehr tun", sagte Schmidt Teilnehmern zufolge. Sie bedaure "Irritationen". Zugleich musste die Politikerin einräumen, 2008 ein Familienmitglied im Dienstwagen mit in den Spanien-Urlaub genommen zu haben. Die Richtlinien der Bundesregierung erlauben Ministern die "Mitnahme" von Privatpersonen. Laut Staatsrechtler Hans Herbert von Arnim geht das aber nur, wenn die Minister selbst fahren. Das tat Schmidt nicht.

Die Ministerin war wegen des Einsatzes ihrer Dienst-Limousine im diesjährigen Spanien-Urlaub in die Kritik geraten. Durch den Diebstahl des Mercedes war bekanntgeworden, dass Schmidt sich das Auto an den 2500 Kilometer entfernten Urlaubsort Alicante hatte nachkommen lassen. Die "Leerfahrt" sei aus dienstlichen Gründen nötig gewesen, erklärte Schmidt. Die 61-Jährige hatte vor Ort an einer Diskussion mit Rentnern teilgenommen und den Bürgermeister besucht.

Nach ihrer Rückkehr und der öffentlichen Debatte hatte Schmidt überraschend die Fahrt als Privatreise ausgewiesen und angekündigt, den geldwerten Vorteil zu versteuern. Der Bundesrechnungshof entlastete sie. Warum Ulla Schmidt ihre früheren Urlaube aber stets als dienstlich anmeldete, wollte sie im Ausschuss nicht näher erläutern. Termine nannte sie nicht.

FDP-Abgeordnete wollten den Bundesrechnungshof um eine Wirtschaftlichkeitsprüfung aller Urlaubsfahrten von Schmidt bitten. Dafür gab es aber keine Mehrheit: Die Union verweigerte sich und stützte die SPD-Politikerin auffallend. CDU-Haushaltssprecher Steffen Kampeter lieferte sich sogar einen verbalen Schlagabtausch mit dem FDP-Politiker Otto Fricke. Offenbar hatten sich CDU/CSU und SPD abgestimmt. Als Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) in dem Gremium die umstrittene Zuarbeit einer externen Anwaltskanzlei für ein Gesetz seines Ministeriums erklären musste, blieben die SPD-Vertreter besonnen.

Zum Geburtstagsessen von Bundeskanzlerin Angela Merkel für den Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann gab es keine wesentlichen neuen Erkenntnisse: Die Regierungsmitglieder verteidigten ihr Verhalten, während die Opposition weiter offene Fragen sieht.

Quelle: Rheinische Post

 
 
Artikel der Rubrik Titelseite
 
 
Links zu diesem Artikel
 
Anzeige

Baku – Proteste während des ESC
Baku – Proteste während des ESC
Die Opposition in Aserbaidschan nutzt den .. mehr 
 
Baku – Proteste während des ESC
Baku – Proteste während des ESC
Die Opposition in Aserbaidschan nutzt den ..
mehr 
Ukrainische Politiker prügeln sich bei Parlamentssitzung
Ukrainische Politiker prügeln sich bei Parlamentssitzung
Während einer Parlamentssitzung in der Ukraine ist eine Prügelei ausge ..
mehr 
EU-Sondergipfel in Brüssel
EU-Sondergipfel in Brüssel
Die Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Länder sind in Brüssel zusam ..
mehr 
Künstler gestalten neue griechische Währung
Künstler gestalten neue griechische Währung
Kreativere Vorschläge für die Umgestaltung ..
mehr 

Referendum steht an

Irischer Premier wirbt für Ja zum Fiskalpakt

Vier Tage vor dem Referendum zum EU-Fiskalpakt in Irland hat der irische Premierminister Enda Kenny bei seinen Landsleuten um Zustimmung geworben. mehr

 

Protest gegenUnterdrückung durch China

Zwei Mönche zünden sich in Tibet an

Die Welle der Selbstverbrennungen tibetanischer Mönche hat offenbar mindestens ein weiteres Todesopfer gefordert. Der makabre Protest gegen die Herrschaft Chinas erreichte dabei erstmals Lhasa. mehr

 

Scharfe Kritik an Assad-Regime

UN-Sicherheitsrat verurteilt Massaker in Hula

 

Treffen von UN-Sicherheitsrat

Krisensitzung zu Syrien-Massaker

 

"Die weiße Wut" - ein Buch über die Tea Party

Ein Bild Amerikas zum Fürchten

 

IWF-Chefin löst Empörung aus

"Lagarde hat die Griechen beleidigt"

 

Längere Akw-Laufzeiten nötig?

Koalition zweifelt an Zeitplan für Energiewende

 

Hobby-Pilot landet aufe auf Rotem Platz

Wie Mathias Rust Moskau düpierte

Top-Services