U-Bahn: 600 Betonmischer behindern Kölner Verkehr
zuletzt aktualisiert: 02.03.2010 - 02:30Köln (RP) In Köln ist gestern an der gefährdeten U-Bahn-Baustelle "Heumarkt" mit dem Betonieren einer Zwischendecke begonnen worden. Beton von 600 Lastern soll die vom ansteigenden Grundwasser bedrohte Baustelle sichern. Vertreter der Baufirmen und der Kölner Verkehrsbetriebe hoffen, so auf das Fluten der Baugrube verzichten zu können. Die Baustelle gilt bei starkem Grundwasserdruck als instabil, weil dort lediglich rund 20 Prozent der vorgesehenen Sicherungseisen für die Schlitzwände verbaut wurden. Die übrigen Metallstangen sollen von Bauarbeitern an Schrotthändler verkauft worden sein. Die Kölner Ordnungsbehörden rechnen weiter mit Verkehrsbehinderungen in der Innenstadt. Die Betonierungsarbeiten sollen bis heute Abend abgeschlossen sein.
Inzwischen geht die strafrechtliche Aufarbeitung der Affäre auch in Düsseldorf weiter. Dort hat die Stadt jetzt die gefälschten Messprotokolle zum U-Bahn-Ausbau der Staatsanwaltschaft übergeben. Sonderprüfer hatten in Düsseldorf beim Bau der Wehrhahn-Linie ähnliche Unregelmäßigkeiten festgestellt wie beim Ausbau der Kölner U-Bahn. Arbeiter des Konzerns Bilfinger Berger sollen Messprotokolle gefälscht und Bauarbeiten nicht ordnungsgemäß durchgeführt haben.
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