kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
           
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Rheinische Post Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast

Steuerabkommen mit Schweiz vor dem Aus

VON MARTIN KESSLER - zuletzt aktualisiert: 16.08.2012 - 02:30

Berlin/Düsseldorf Die SPD-regierten Länder wollen das für 2013 geplante Steuerabkommen mit der Schweiz im Bundesrat geschlossen ablehnen. Das erfuhr unsere Zeitung aus SPD-Kreisen. Danach würden auch Länder wie das grün-rot regierte Baden-Württemberg oder das allein von der SPD regierte Hamburg in der Länderkammer gegen das Abkommen stimmen. Beide Länder hatten bislang ihr Abstimmungsverhalten offen gelassen. Die Bundesregierung hätte damit keine Chance mehr, den Vertrag mit den Eidgenossen, der eine 26-prozentige Besteuerung der Zinserträge der in der Schweiz angelegten deutschen Geldvermögen und eine Nachbesteuerung von Schwarzgeld vorsieht, parlamentarisch über die Hürden zu bringen.

Die SPD, allen voran NRW-Finanzminister Norbert Walter-Borjans, hatte schwerwiegende Bedenken gegen das Steuerabkommen geltend gemacht. Es würde nur einen Teil der Schwarzgelder besteuern und obendrein die Möglichkeit zur Steuerflucht in Drittstaaten nicht hinreichend beschneiden. Der SPD-Finanzminister hatte deshalb in der Vergangenheit wiederholt Steuer-CDs mit Daten von Steuerflüchtlingen gekauft. Die CDs wurden illegal bei Schweizer Banken beschafft.

Walter-Borjans hat nun offenbar eine Einigung mit seinen SPD-Kollegen herbeigeführt. Mit den Stimmen der Länder, die entweder wie Hamburg von der SPD allein oder von Rot-Grün regiert werden, ist es möglich, das Abkommen im Bundesrat zu Fall zu bringen. Denn SPD und Grüne kommen in der Länderkammer auf insgesamt 26 Stimmen, während es die schwarz-gelb regierten Bundesländer nur auf 21 Stimmen bringen. Die Landesregierungen mit einer großen Koalition dürften sich enthalten.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), dessen Haus das Steuerabkommen ausgehandelt hatte, wirft seinem NRW-Kollegen vor, mit der Blockade die Steuerflucht zu begünstigen und auf Milliardeneinnahmen zu verzichten.

Quelle: RP
Mehr zu den Themen dieses Artikels


Jetzt weiterlesen und die Rheinische Post testen.
Anzeige

Lieblingswitze deutscher Politiker
Lieblingswitze deutscher Politiker
Zwei Buch-Autoren haben Politiker gebeten, .. mehr 
 
Lieblingswitze deutscher Politiker
Lieblingswitze deutscher Politiker
Zwei Buch-Autoren haben Politiker gebeten, ..
mehr 
SPD-Granden feiern 150-Jähriges in Leipzig
SPD-Granden feiern 150-Jähriges in Leipzig
Üblicherweise beschimpft die politische Konkurrenz die SPD wahlweise a ..
mehr 
Wirbel um Philipp Rösler und Kai Diekmann in Kalifornien
Wirbel um Philipp Rösler und Kai Diekmann in Kalifornien
Geradezu stürmisch begrüßen sich "Bild"-Chefredakteur Kai Dieckmann un ..
mehr 
Angela Merkel als junges Mädchen
Angela Merkel als junges Mädchen
Angela Merkel in ihrem ersten Leben. Bilder aus der DDR.
mehr 

Comeback in der Nach-Merkel-Ära?

Norbert Röttgen kann bis 2021 warten

Einst galt er als Kronprinz der Kanzlerin. Dann folgte der tiefe Fall. Nun, mit Bescheidenheit und neuen Themen bereitet der geschasste Bundesumweltminister das Comeback für die Nach-Merkel-Ära vor. VON michael bröcker  mehr

 

Nach Skandal um Manipulationen

Organspender dringend gesucht

Wie soll nach dem Skandal um Wartelisten-Manipulationen die Spendenbereitschaft erhöht werden? Große Erwartungen setzt NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens in den bundesweiten Aktionstag am 1. Juni in Essen. VON Detlev Hüwel  mehr

 
 
 

US-Verteidigungsminister zu Übergiffen im Militär

Hagel sagt sexueller Gewalt den Kampf an

 
 
 

Ein Buch sammelt Humoriges

Politiker erzählen ihre Lieblingswitze

Top-Services
 
Jetzt Fan werden!

Werden Sie jetzt Facebook-Fan von RP ONLINE und verpassen Sie keine News mehr.

Jetzt Facebook-Fan werden von RP ONLINE