Düsseldorf: SPD-Geschäftsführerin tritt nach Eklat im Landtag ab
VON GERHARD VOOGT - zuletzt aktualisiert: 04.07.2011 - 02:30Düsseldorf (RP). Britta Altenkamp ist gestern als Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Landtagsfraktion zurückgetreten. Die Essenerin zog damit Konsequenzen aus den schweren Vorwürfen, die auch in ihrer eigenen Partei gegen sie erhoben wurden. Altenkamp hatte in der vergangenen Woche bei der namentlichen Abstimmung über den SPD-Antrag zur WestLB alle anwesenden SPD-Abgeordneten abstimmen lassen und damit eine Verabredung mit der CDU gebrochen. Damit habe sie der SPD-Fraktion "schweren Schaden zugefügt", erklärte Altenkamp. Deshalb stelle sie "eine Belastung für die weitere Sacharbeit mit den anderen Fraktionen" dar.
Altenkamp hatte sich am Freitag für den Wortbruch entschuldigt. Am Wochenende nahm der Druck auf sie weiter zu. SPD-Fraktionschef Norbert Römer informierte die Abgeordneten gestern bei einer Telefonkonferenz über den Rücktritt. Heute kommt die Fraktion zu einer Sondersitzung zusammen. Gute Chancen, Altenkamp nachzufolgen, hat nach Einschätzungen aus SPD-Kreisen der Kommunal-Experte Mark Herter aus Hamm.
CDU-Fraktionsvize Peter Biesenbach erklärte, der Rücktritt sei ein "untauglicher Versuch, verlorenes Vertrauen wiederherzustellen". Altenkamp habe den Wortbruch der SPD nicht im Alleingang inszeniert.
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