Schlecker-Eigentümer: Das Vermögen ist weg
zuletzt aktualisiert: 31.01.2012 - 02:30ehingen (gw) Eine Woche nach dem Insolvenzantrag hofft die Drogeriemarkt-Kette Schlecker auf ein Überleben unter neuer Führung. Wenn die Gläubiger des zahlungsunfähigen Unternehmens zustimmen, könnten die beiden Kinder des Firmengründers Anton Schlecker das Unternehmen nach einer Entschuldung leiten. Nach Angaben von Schlecker haben etwa 140 Lieferanten zugesagt, weiter mit dem Drogeriemarkt-Betreiber zusammenzuarbeiten.
Anton Schleckers Tochter Meike betonte, dass die Familie durch den Zusammenbruch des Unternehmens den größten Teil ihres Vermögens verloren habe. Auf die Nachfrage einer Reporterin erklärte sie: "Ich glaube, Sie haben das nicht verstanden. Es ist nichts mehr da." In den vergangenen Jahren seien dreistellige Millionenbeträge in die Sanierung geflossen. Meike Schlecker dementierte damit Meldungen, nach denen die Familie Vermögen beiseite geschafft hat. Anton Schleckers Vermögen war vom US-Wirtschaftsmagazin Forbes im März 2011 auf 2,4 Milliarden Euro veranschlagt worden. Experten schätzen den Wert der Schlecker-Häuser auf maximal 1,3 Milliarden bis 1,5 Milliarden Euro.
Schlecker hatte am Montag vegangener Woche Insolvenz anmelden müssen, weil das Unternehmen offenbar nicht mehr in der Lage war, einen zweistelligen Millionenbetrag an den Einkaufsverbund Markant zu zahlen.
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