NRW-Umfrage: Rot-Grün vorn, Linke draußen
VON FRANK VOLLMER - zuletzt aktualisiert: 24.04.2010 - 02:30Erstmals seit mehr als fünf Jahren hat ein rot-grünes Bündnis in NRW in einer Umfrage wieder eine Mehrheit erreicht. Nach der Erhebung des Instituts Omniquest für den "Kölner Stadt-Anzeiger" käme die SPD auf 36,8 Prozent, die Grünen erreichten 12,8 Prozent. Die CDU bliebe zwar mit 37,5 Prozent stärkste Partei; weil aber die FDP nur 5,1 Prozent erzielte und sogar um den Einzug in den Landtag fürchten müsste, würde es für eine schwarz-gelbe Koalition nicht reichen. Die Linke käme mit 4,8 Prozent nicht ins Landesparlament. Omniquest befragte 1000 Wahlberechtigte. Am 9. Mai wird in NRW ein neuer Landtag gewählt.
Gefragt nach ihrer persönlichen Präferenz, sprachen sich knapp 44 Prozent der Befragten für Amtsinhaber Jürgen Rüttgers (CDU) als Ministerpräsidenten aus. SPD-Herausforderin Hannelore Kraft lag allerdings mit 41,5 Prozent nur knapp hinter ihm. Der SPD wurde zudem in den Bereichen Schule, Arbeit und soziale Gerechtigkeit eine höhere Kompetenz zugesprochen als der CDU.
Die FDP in NRW kündigte an, gezielt um Zweitstimmen zu werben. Die Zweitstimme sei die "Koalitions- und Richtungsstimme", sagte Generalsekretär Joachim Stamp. Der FDP-Landeschef und Wissenschaftsminister Andreas Pinkwart sagte unserer Zeitung, nur wer der FDP die Zweitstimme gebe, könne sicher sein, dass Schwarz-Gelb weiterregiert: "Die Verlässlichkeit, die die FDP hier bietet, bietet die Union leider nicht." Die CDU sei nach links gerückt und halte sich sowohl ein schwarz-grünes Bündnis als auch eine große Koalition offen.
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