Jeder vierte Ostdeutsche verklärt die DDR
zuletzt aktualisiert: 25.06.2010 - 02:3020 Jahre nach der Wiedervereinigung zählt ein Viertel der Ostdeutschen zu den "Ostalgikern", die ein positives Bild von der DDR haben. Das geht aus einer Studie des sozialwissenschaftlichen Forschungszentrums Berlin-Brandenburg im Auftrag der Linkspartei hervor. Demnach ist das DDR-Bild von 25 Prozent der Befragten geprägt von sozialen Leistungen des Sozialismus wie Vollbeschäftigung, Chancengleichheit der Frau, Wohlfühlen im Arbeitskollektiv und Betriebsferienheimen. Auch preiswerte Lebensmittel und die angebliche Friedenspolitik werden positiv ins DDR-Bild aufgenommen. Weitgehend ausgeblendet werden dagegen von den "Ostalgikern" der Studie zufolge negative Faktoren wie der Verfall der Städte, Versorgungsmängel, technischer Rückstand, Reisebeschränkungen, staatliche Bevormundung, Schießbefehl und Bespitzelung.
Den Verklärern stehen 15 Prozent der Ostdeutschen gegenüber, die ein "überwiegend negatives" DDR-Bild haben, wie die Studie weiter ergab. Bei 28 Prozent ist die Rückschau "ausgewogen". Ein knappes Drittel (31 Prozent) sind in Bezug auf die Vergangenheit nach den Worten der Studienautoren "desinteressiert". Das Institut befragte insgesamt 1059 volljährige Bürger der neuen Bundesländer und Ost-Berlins.
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