kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast

Gericht verbietet Betrieb der CO-Pipeline

VON JÖRG JANSSEN - zuletzt aktualisiert: 26.05.2011 - 02:30

Düsseldorf Die in der Region umstrittene CO-Pipeline des Bayer-Konzerns darf auch weiterhin nicht in Betrieb gehen. In seinem mit Spannung erwarteten Urteil erklärte das Düsseldorfer Verwaltungsgericht gestern den Planfeststellungsbeschluss der Bezirksregierung Düsseldorf – der die Leitung genehmigt – für "rechtswidrig und vorerst nicht vollziehbar".

Die Erdbebensicherheit der Leitung sei von der Behörde nicht umfassend genug geprüft worden, begründete das Gericht seine Entscheidung. Richter Winfried Schwerdtfeger stellte klar, dass dieser Mangel durch ein Planergänzungsverfahren bei der Bezirksregierung geheilt werden könne. Die Klagen der Langenfelder Brüder Heinz und Claus Schiefer sowie des Monheimer Ehepaars Helga und Heinz-Josef Muhr gegen die 67 Kilometer lange, überwiegend rechtsrheinisch verlaufende Leitung wiesen die Richter teilweise ab. Sie halten das vom Landtag beschlossene Rohrleitungsgesetz und die darauf basierenden Grundstücksenteignungen für verfassungskonform. Auch die Trassenführung sei korrekt abgewogen worden. Das Gericht folge in diesen beiden Punkten nicht der Auffassung des Oberverwaltungsgerichts Münster, stellte Schwerdtfeger in seiner Urteilsbegründung fest.

"Das Urteil bestätigt, dass die Pipeline sicher ist. Wir bewerten es positiv", sagte Stefan Gehring, Leiter der Rechtsabteilung bei Bayer Material Science nach der Verkündung. Beim Thema Erdbebensicherheit gehe es um geringfügige Nachermittlungen, die unproblematisch beigebracht werden könnten.

"Wir haben noch nicht den Krieg, wohl aber eine wichtige Schlacht gewonnen", kommentierte Dieter Donner, Koordinator der Anti-Pipeline-Initiativen, den Spruch der Richter. Entscheidend sei, dass die Pipeline nicht in Betrieb gehe.

Die bei der Urteilsverkündung anwesende Düsseldorfer Regierungspräsidentin Anne Lütkes (Grüne) kündigte im Gespräch mit unserer Zeitung an, die nun notwendige Planergänzung zum Thema Erdbebensicherheit unter der Maßgabe maximaler Transparenz und Offenheit umsetzen zu wollen. Zwar wolle sie zunächst die Urteilsgründe lesen, doch werde es überall dort, wo es das Gesetz ermögliche, auch eine erneute Beteiligung der Öffentlichkeit geben. Experten rechnen damit, dass ein solches Verfahren mindestens ein weiteres Jahr in Anspruch nehmen wird.

Quelle: RP


Jetzt weiterlesen und die Rheinische Post testen.

 
 
Artikel der Rubrik Titelseite
 
 
Links zu diesem Artikel
 
Anzeige

EU-Sondergipfel in Brüssel
EU-Sondergipfel in Brüssel
Die Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Länder sind in Brüssel zusam .. mehr 
 
EU-Sondergipfel in Brüssel
EU-Sondergipfel in Brüssel
Die Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Länder sind in Brüssel zusam ..
mehr 
Zu Besuch im Elysée-Palast
Zu Besuch im Elysée-Palast
Der Pariser Elysée-Palast dient als pompöse ..
mehr 
Die Paukenschläge des Oskar Lafontaine
Die Paukenschläge des Oskar Lafontaine
Oskar Lafontaine hat in seiner politischen ..
mehr 
Alexis Tsipras zu Gast in Berlin
Alexis Tsipras zu Gast in Berlin
Der Linkspopulist Tsipras ist weltweit zum ..
mehr 

Euro-Treffen in der Nacht

Es knirscht zwischen Merkel und Hollande

Ohne Beschlüsse sind die Staatschefs der EU in der Nacht aus ihren Gesprächen herausgegangen. Griechenland solle im Euro bleiben, aber nicht um jeden Preis, lautete die Ansage. Deutlich wurde aber auch: Europas Tandem Berlin-Paris ist in ... mehr

 

Kampf um die Führung

Lafontaine hinterlässt Chaos in der Linkspartei

Der Rückzug von Oskar Lafontaine im Kampf um die Führung der Linkspartei hat die desolate Lage der Linken noch verschlimmert. Beim Parteitag am 2. und 3. Juni wollen etliche Kandidaten für die Posten der zwei Parteichefs antreten. Von Eva quadbeck  mehr

 
 

Vor Parteiengipfel zum Fiskalpakt

Trittin fordert Einstieg in Eurobonds

 
 

Berlin und Paris sagen Griechen Hilfe zu

EU-Sondergipfel endet ohne politische Beschlüsse

 

EU-Sondergipfel in Brüssel

Merkel und Hollande sagen Griechen Hilfe zu

 

Laschet und Laumann einigen sich

Doppelspitze für die NRW-CDU

Top-Services