kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast

Datenschutz: Schwarz-Gelb für neues Gesetz

VON HANNA KOCH - zuletzt aktualisiert: 13.08.2010 - 02:30

Berlin In der Debatte um den Straßenbilderdienst Google Street View fordert die Berliner Regierungskoalition, den Schutz der Privatsphäre im Internet per Gesetz zu verbessern. "Wir wollen keinen rechtsfreien Raum im Internet", sagte der verbraucherschutzpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Peter Bleser.

Die Bundesregierung ist offenbar von der Ankündigung Googles, seinen Dienst Street View noch in diesem Jahr zu starten, überrascht worden. Mehrere Politiker kündigten an, gegen das Abfotografieren ihrer Privathäuser Widerspruch einzulegen, darunter Thomas Oppermann, Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, und der Innenexperte der Grünen, Hans-Christian-Ströbele. Auch Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) will Google verbieten, Aufnahmen ihres Privathauses ins Internet zu stellen. Bisher hatte Aigner im Umgang mit dem Internetunternehmen ausschließlich auf bilaterale Vereinbarungen mit Google gesetzt. Doch mit diesem Kurs gerät sie zunehmend unter Druck. Neben zahlreichen Parlamentariern dränge nun auch das Kanzleramt auf eine gesetzliche Regelung, hieß es gestern aus Regierungskreisen.

Auch vom FDP-Koalitionspartner wird Aigner kritisiert. Die Brisanz des Google-Dienstes, der schon seit 2007 für amerikanische Städte verfügbar ist, sei offenbar nicht erkannt worden, sagte der verbraucherschutzpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Erik Schweickert. Dennoch warnte er vor Aktionismus. Er schlug die Bildung einer Arbeitsgruppe mit Vertretern aus dem Innen-, Verbraucherschutz- und Justizministerium vor.

Grundlage der Beratungen könnte ein Gesetzentwurf des Bundesrats zur Änderung des Bundesdatenschutzgesetzes sein. Dieser sieht eine Pflicht vor, Menschen und Nummernschilder bei systematischen Foto- und Filmsammlungen zu anonymisieren. Dies gelingt durch das sogenannte Pixeln. Betroffene sollen ein uneingeschränktes Widerspruchsrecht erhalten. Außerdem würden Unternehmen verpflichtet, schon vor einer geplanten Datenerhebung die zuständige Aufsichtsbehörde über das Vorhaben zu unterrichten.

Die Opposition warf der Regierung gestern Untätigkeit vor: "Schon seit dem vergangenen Jahr fotografiert Google systematisch Häuserzeilen. Längst hätte die Bundesregierung eine Gesetzesinitiative auf den Weg bringen können", sagte Konstantin von Notz (Grüne). Datenschutz dürfe nicht von der Kulanz eines Unternehmens abhängen, kritisierte von Notz. Das meint auch Gerold Reichenbach (SPD), in seiner Fraktion zuständig für das Thema Datenschutz: "Googles Selbstverpflichtung reicht nicht aus."

Quelle: Rheinische Post

 
 
Artikel der Rubrik Titelseite
 
 
Links zu diesem Artikel
 
Anzeige

EU-Sondergipfel in Brüssel
EU-Sondergipfel in Brüssel
Die Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Länder sind in Brüssel zusam .. mehr 
 
EU-Sondergipfel in Brüssel
EU-Sondergipfel in Brüssel
Die Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Länder sind in Brüssel zusam ..
mehr 
Zu Besuch im Elysée-Palast
Zu Besuch im Elysée-Palast
Der Pariser Elysée-Palast dient als pompöse ..
mehr 
Die Paukenschläge des Oskar Lafontaine
Die Paukenschläge des Oskar Lafontaine
Oskar Lafontaine hat in seiner politischen ..
mehr 
Alexis Tsipras zu Gast in Berlin
Alexis Tsipras zu Gast in Berlin
Der Linkspopulist Tsipras ist weltweit zum ..
mehr 
fSAT_EUROPE__FLIP__6301109_0.jpg

Euro-Treffen in der Nacht

Es knirscht zwischen Merkel und Hollande

Ohne Beschlüsse sind die Staatschefs der EU in der Nacht aus ihren Gesprächen herausgegangen. Griechenland solle im Euro bleiben, aber nicht um jeden Preis, lautete die Ansage. Deutlich wurde aber auch: Europas Tandem Berlin-Paris ist in ... mehr

 
Lafontaine will nicht fuer Linke-Vorsitz kandidieren

Kampf um die Führung

Lafontaine hinterlässt Chaos in der Linkspartei

Der Rückzug von Oskar Lafontaine im Kampf um die Führung der Linkspartei hat die desolate Lage der Linken noch verschlimmert. Beim Parteitag am 2. und 3. Juni wollen etliche Kandidaten für die Posten der zwei Parteichefs antreten. Von Eva quadbeck  mehr

 
 

Vor Parteiengipfel zum Fiskalpakt

Trittin fordert Einstieg in Eurobonds

 
 

Berlin und Paris sagen Griechen Hilfe zu

EU-Sondergipfel endet ohne politische Beschlüsse

 

EU-Sondergipfel in Brüssel

Merkel und Hollande sagen Griechen Hilfe zu

 

Laschet und Laumann einigen sich

Doppelspitze für die NRW-CDU

Top-Services