Düsseldorf: CDU lehnt auch getrennte Gespräche über Schule ab
VON DETLEV HÜWEL - zuletzt aktualisiert: 21.06.2011 - 02:30Düsseldorf (RP). Der Schulgipfel, zu dem Rot-Grün alle fünf im Landtag vertretenen Parteien eingeladen hat, wird am Freitag wohl ohne die CDU stattfinden. Parteichef Norbert Röttgen und der Vorsitzende der Landtagsfraktion, Karl-Josef Laumann, bekräftigten gestern ihre Absage, weil auch die Linkspartei eingeladen sei. Rot-Grün habe sehr genau gewusst, dass sich die Union nicht "mit den Kommunisten" einlassen werde. Krafts Einladung an alle sei somit eine Ausladung der Union, sagte Laumann.
Er lehnte zudem das Angebot von Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) ab, mit der CDU gesonderte Gespräche zu führen. "Parallelverhandlungen kommen nicht infrage", so Laumann. Löhrmann reagierte mit scharfer Kritik. "Wir lassen uns von der CDU nicht vorschreiben, mit wem wir reden", sagte sie unserer Zeitung. Der Eindruck entstehe, dass die Union auf Zeit spiele, weil sie in der Schulfrage zerstritten sei. Sie bekräftigte, dass ein Schulkonsens mindestens zehn Jahre lang halten soll. Die FDP will "im Interesse des Landes" an der Runde teilnehmen.
Im Mittelpunkt der Konsensgespräche soll die Zukunft der Gemeinschaftsschule stehen. Die Rheinische Direktorenvereinigung warnte vor zu großer Hektik. Es dürften nicht dieselben Fehler gemacht werden wie bei der Einführung des schlecht vorbereiteten Abiturs nach acht Jahren.
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