Berlin: Bundesregierung will Migranten als Beamte
VON MICHAEL BRÖCKER - zuletzt aktualisiert: 14.12.2011 - 02:30Berlin (RP). Die Bundesregierung will mit einem Bündel von Maßnahmen die Integration von Migranten verbessern. In einem "Nationalen Aktionsplan Integration", den das Kabinett heute verabschiedet und der unserer Zeitung vorliegt, hat sich die Koalition unter Mitwirkung von Bund, Ländern und Migrantenverbänden auf "konkrete und überprüfbare Vorgaben" verständigt, mit denen die Integration verbessert werden soll.
Demnach soll die öffentliche Förderung von Sportvereinen und Kultureinrichtungen künftig an den Einsatz der Vereine zur Integration von Migranten geknüpft werden. Die Förderrichtlinien sollen dabei verändert werden. Zudem soll der Anteil der Migranten im öffentlichen Dienst erhöht werden. Ziel sei eine "interkulturelle Öffnung der Verwaltung", heißt es in dem 22-seitigen Papier.
Vor allem das Bildungswesen nimmt die Politik ins Visier. In den Kindergärten soll die Sprachförderung für Migrantenkinder intensiviert werden: "Sprachkompetenz ist eine der Grundlagen für schulischen Erfolg." Dazu sollen bundesweit 4000 Kindertageseinrichtungen in Regionen mit besonders hohem Anteil an Migrantenkindern zu "Schwerpunkt-Kitas Sprache & Integration" ausgebaut werden. Die Mittel sollen die Länder an die Kommunen weiterleiten.
Der Anteil von Lehrern und Erziehern mit Migrationshintergrund soll erhöht werden. Eine Quote lehnt die Politik aber ab. Die Umsetzung des Aktionsplans soll die Integrationsbeauftragte der Kanzlerin, Maria Böhmer (CDU), mit regelmäßigen Zwischenberichten überwachen.
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