Auch SPD-Bürgermeister gegen Gemeinschaftsschule
zuletzt aktualisiert: 13.11.2010 - 02:30Zehn Bürgermeister aus dem Münsterland, darunter zwei der SPD (Greven und Ochtrup) und fünf der CDU, haben sich in einem gemeinsamen Brief an Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) besorgt über die Gemeinschaftsschulen geäußert. Wenn Nachbarkommunen diese Schulen einrichteten, würden die bestehenden Gymnasien Schüler dorthin verlieren. Die Gymnasien in ihren Städten seien daher gefährdet, so die Bürgermeister. Sie fordern ein "qualifiziertes Mitspracherecht" bei den Schulplänen der Nachbargemeinden bis hin zu einem Veto. Das Schulministerium betonte, falls sich die Gemeinden nicht einigen könnten, müsse die Bezirksregierung eine Entscheidung treffen. Bislang hätten die Gemeinden Ascheberg und Billerbeck eine Gemeinschaftsschule beantragt; etwa 50 weitere prüften noch. CDU-Fraktionschef Karl-Josef Laumann nahm den Streit mit Humor: "Früher haben die sich im Münsterland die Kühe geklaut, heute klauen sie sich die Schüler."
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