Al-Qaida-Verdächtiger in Duisburg festgenommen
VON CHRISTIAN SCHWERDTFEGER - zuletzt aktualisiert: 09.07.2010 - 02:30Spezialeinsatzkräfte der Bundeskriminalpolizei haben gestern Morgen in Duisburg einen mutmaßlichen Terroristen des Terrornetzwerkes al Qaida festgenommen. Bei dem Mann handelt es sich um einen 38-jährigen Iraker, der seit Mittwochabend zu Besuch bei Verwandten in Duisburg war. Zeitgleich wurden in Oslo zwei weitere Terrorverdächtige, ein 31-jähriger Usbeke und ein 39-jähriger Norweger, festgenommen. Sie sollen in engem Kontakt mit dem Iraker gestanden und gemeinsam einen großen Terroranschlag mit hochexplosiven Peroxid-Bomben in Norwegen oder Deutschland geplant haben. Das Trio soll einer von Saleh al-Somali, einem hochrangigen Al-Qaida-Führer, geleiteten Terrorzelle angehören, die weltweit für mehrere Anschläge verantwortlich gemacht wird.
Den Hinweis erhielten die deutschen Ermittler von ihren norwegischen Kollegen. "Norwegen hat mittlerweile bei uns die Auslieferung des Irakers beantragt", sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Günter Wittig von der zuständigen Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt. Der Zugriff erfolgte gegen 8.30 Uhr in einem im Hinterhof gelegenen Mehrfamilienhaus. Mehr als 30 Beamte umstellten das Gebäude, stürmten die Wohnung in der zweiten Etage und nahmen den Mann fest, berichteten Anwohner. Der 38-Jährige soll völlig überrumpelt worden sein und keinen Widerstand geleistet haben.
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