63 Tote in Europa durch Orkan "Xynthia"
zuletzt aktualisiert: 02.03.2010 - 02:30Nach dem verheerenden Orkan "Xynthia" über Westeuropa hat sich die Lage wieder langsam normalisiert. In Frankreich, wo mindestens 51 Menschen starben, sprach Präsident Nicolas Sarkozy von einer "nationalen Katastrophe" und rief für die besonders schwer getroffene Atlantikküste den Notstand aus. Neun Menschen galten in Frankreich noch als vermisst. Sarkozy kündigte eine Nothilfe in Höhe von drei Millionen Euro an.
In Deutschland kamen sieben Menschen durch den Orkan ums Leben. Europaweit forderte der Sturm mindestens 63 Todesopfer. Der Präsident des Technischen Hilfswerks, Albrecht Broemme, plädierte angesichts der vielen Orkan-Toten für ein europäisches Unwetter-Frühwarnsystem.
In Deutschland kam der Bahnverkehr, der am Sonntag in mehreren Bundesländern eingestellt worden war, allmählich wieder in Gang. Im Fernverkehr gab es laut Bahn kaum noch sturmbedingte Einschränkungen. In NRW waren zwei Regionalstrecken teilweise gesperrt.
Allein in NRW meldete die Polizei bis zum Morgen 5300 wetterbedingte Einsätze. Am Wiesbadener Kreuz sackten Teile der A 3 nach dem Unwetter rund zwei Meter ab.
Die Schäden in den nordrhein-westfälischen Wäldern waren relativ gering. Nach Angaben des Landesbetriebs Wald und Holz wurden 500 000 Festmeter Holz zerstört. Beim Orkan Kyrill 2007 waren es 15 Millionen gewesen.
Die neuesten Nachrichten und Berichte aus Politik, Wirtschaft, Panorama, Sport,
Kultur, Gesellschaft, Wissenschaft, Multimedia, Auto,
Reise und Beruf - im Archiv auch gratis recherchierbar. Dazu die besten Bilder,
Live-Ticker, Kolumnen und Hintergrundberichte.



