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"Zickenkrieg" bei den deutschen Rodlerinnen

zuletzt aktualisiert: 09.02.2012 - 02:30

Altenberg/Berlin (dpa/sid) Tatjana Hüfner und Natalie Geisenberger machen bei der Heim-WM am Wochenende den Sieg wohl unter sich aus. Alles andere als ein deutscher Triumph in Altenberg wäre eine Sensation. Hüfner hatte die Konkurrenz zuletzt wie kaum eine andere Rodlerin vor ihr dominiert. Neben ihrem Olympiasieg 2010 und den WM-Titeln 2007, 2008 und 2011 hatte sie in den vergangenen vier Wintern zudem stets den Weltcup für sich entschieden.

Auch in dieser Saison ist ihr der Gesamtsieg kaum noch zu nehmen. "Ich bin athletisch fit, mein Schlitten läuft", sagte Hüfner, die mit vier WM-Titeln zu Sylke Otto und Margit Schumann aufschließen könnte. Ernsthaft gefährlich werden kann ihr nur Teamkollegin Natalie Geisenberger. "Ich fahre auf Angriff", kündigte die 24-Jährige selbstbewusst an. Dreimal in Folge musste sie sich mit WM-Silber begnügen, in diesem Winter will die Olympia-Dritte mehr: "Letztes Jahr konnte ich nicht gewinnen, wenn Tatjana keine Fehler machte. Das war schon etwas nervig."

Das Verhältnis der Konkurrentinnen ist alles andere als kollegial. Beim Weltcup in Königssee brach Hüfner in lauten Jubel aus, als Geisenberger ein schwerer Fehler unterlief und sie den Sieg noch aus den Händen gab. Seitdem sprechen die Rodlerinnen nicht mehr miteinander, von "Zickenkrieg" ist die Rede. Geisenberger empfand Hüfners emotionalen Ausbruch als persönlichen Affront: "Ich freue mich auch über Siege, aber nicht, weil eine andere einen Fehler gemacht hat. Ich weiß nicht, was das sollte."

Bundestrainer Norbert Loch ist zunehmend als "Frauenversteher" gefragt, um in der angespannten Atmosphäre zu vermitteln. "Es ist mein Job, die Sportler bei Laune zu halten. Bei den Damen ist das etwas schwieriger als bei den Männern", sagte Loch.

Quelle: RP


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