WM-Pleite für deutsche Skispringer
zuletzt aktualisiert: 22.03.2010 - 02:30Planica (sid) Das Team nur Siebter und Michael Uhrmann im Einzelwettbewerb auf Platz 19 – Deutschlands entkräftete Skispringer haben die Saison mit einem historischen Absturz bei der Skiflug-Weltmeisterschaft in Planica beendet.
"Wir sind Lichtjahre von der Weltspitze entfernt. Das ist nach dem Höhepunkt mit Olympiasilber ein schwarzer Fleck in unserer Bilanz", sagte Bundestrainer Werner Schuster. Titelverteidiger Österreich und Überflieger Simon Ammann (Schweiz) gewannen die Titel vor etwa 50 000 Zuschauern. "Das ist natürlich enttäuschend, aber wir hatten einfach nicht mehr die Form und die mentale Frische", sagte Martin Schmitt mit Blick auf die umgerechnet 250 Meter Rückstand auf Sieger Österreich: "Aber irgendjemand musste ja springen, deshalb haben wir uns gemeldet."
Nach dem bisher schlechtesten Ergebnis bei der WM 2008 in Oberstdorf – Platz vier im Team und Rang 15 für Schmitt – war der damalige Chefcoach Peter Rohwein gefeuert worden. Diesmal will DSV-Sportdirektor Thomas Pfüller den 2011 auslaufenden Vertrag mit Bundestrainer Werner Schuster sogar vorzeitig bis 2014 verlängern, doch der Österreicher stellt Bedingungen. "Erstmal müssen vielfältige Aufgaben im Verband gelöst werden. Es ist eine Verunsicherung im System", sagte Schuster. Marc Nölke, bisher Co-Trainer in Österreich, soll in gleicher Position nach Deutschland wechseln.
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