"Wir werden die Finanzen in den Griff kriegen"
zuletzt aktualisiert: 27.10.2009 - 02:30GELSENKIRCHEN (RP/sid) "Grundsätzlich traue ich dem Felix alles zu", sagt Franz Beckenbauer über Felix Magath. Es war des "Kaisers" Antwort auf die Frage nach den Meisterschaftschancen von Schalke 04 angesichts des 3:3 im Treffen mit dem Hamburger SV – und sechs Tage, bevor die Gelsenkirchener Tabellenführer Bayer Leverkusen zum nächsten Spitzenspiel der Fußball-Bundesliga empfangen (Samstag, 18.30 Uhr).
Als Manager und Vorstandsmitglied wird Magath beim siebenmaligen deutschen Meister allerdings auch immer wieder mit Themen konfrontiert, die normalerweise nicht zum ureigenen Arbeitsgebiet eines Fußballlehrers gehören. Mit Zahlen. Roten Zahlen. Tiefroten Zahlen. Magath machte jedoch deutlich, dass der federführende Mann für diesen Bereich ein anderes Mitglied des Vorstands ist, Geschäftsführer Peter Peters. 47 Jahre alt, seit 1993 bei Schalke.
Im Interview mit dem Internetportal "Der Westen" versicherte Peters, der Verein habe die Verbindlichkeiten immer deutlich und transparent veröffentlicht. Damit reagierte er auf den Bericht der Zeitung "Welt am Sonntag", nach dem zu den 136,5 Millionen Euro Schulden, die in der Vereinsbilanz offiziell ausgewiesen sind (Stichtag: 31. Dezember 2008), angeblich weitere Schulden von über 100 Millionen kommen. Derselbe Autor, so Peters, habe vor elf Monaten mit Bezug auf Schnusenberg geschrieben, dass Schalke 250 Millionen Euro Verbindlichkeiten gehabt habe. Die Zahl, die der Klubchef im Vorjahr bestätigt habe, sei durch Tilgung inzwischen "weiter reduziert" worden.
Auf die Frage, wie kritisch die finanzielle Situation auf Schalke sei, erklärte Magath: "Wir werden die Finanzen in den Griff kriegen. Wir können ein paar Euro gebrauchen, aber die werden wir auch reinholen. Wenn wir einen brauchen, der die Spielergehälter zahlt, werden wir einen suchen. Noch gehe ich aber davon aus, dass wir alles selbst bezahlen können."
Dennoch bleibt abzuwarten, wie die Lage am Ende der Hinrunde ist – und wie sich im neuen Jahr die personelle Situation des Kaders darstellen wird.
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