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Trainer van Gaal kritisiert Bayern-Arroganz

zuletzt aktualisiert: 08.02.2010 - 02:30

Wolfsburg (sid) Beim Deutschen Meister VfL Wolfsburg, der den FC Byern vor zehn Monaten an selber Stelle beim 5:1 noch vorgeführt hatte, mit 3:1 gewonnen – und dennoch war Münchens Trainer Louis van Gaal nicht zufrieden. "Ich bin sehr böse. Wir haben nicht konzentriert genug gespielt, manchmal sogar arrogant", grollte er. Eine Unzufriedenheit, dies betonte der Niederländer, die überhaupt nichts mit dem erneuten Verpassen der Tabellenspitze zu tun habe: "Wichtig ist für mich nur, dass jedes Spiel konzentriert zu Ende gespielt wird." Doch in der Verfassung der vergangenen Wochen werden die Münchner schon bald den ersten Platz übernehmen können. "Für mich ist es nur eine Frage der Zeit", meinte Wolfsburgs Trainer Lorenz-Günther Köstner, der betonte: "Die Überlegenheit der Bayern hat meiner Mannschaft sehr weh getan."

Die Gäste bestimmten die Partie, legten nach Arjen Robbens Blitztor (2.) durch Daniel van Buyten (26.) im richtigen Moment nach und entwickelten auch durch die Einwechslung von Franck Ribéry in der zweiten Halbzeit so viel Druck, dass Wolfsburgs Abwehrchef Andrea Barzagli (57.), vom Franzosen bedrängt, ins eigene Tor traf. "Wenn man so schnell mit 0:2 hinten liegt, fehlt es natürlich an Selbstvertrauen", meinte Wolfsburgs Mittelfeldspieler Christian Gentner.

Köstner ging nach seinem zweiten Spiel als Chefcoach mit der Mannschaft hart ins Gericht: "Im Moment haben wir es noch nicht verdient, gegen Teams wie die Bayern Erfolge zu feiern." Wie man sich langsam, aber stetig, aus einem Leistungstief herauskämpfen kann, dafür führte Köstner den oft gescholtenen Grafite an. Der bullige Brasilianer, im Vorjahr umjubelter Torschützenkönig, scheiterte mit einem Foulelfmeter an Torhüter Jörg Butt (66.), ließ zwei weitere gute Chancen aus, rackerte aber weiter und traf in der Schlussminute zum 1:3. "Er hat in den vergangenen Tagen freiwillig immer mehr trainiert", lobte Köstner: "Ein solches Engagement erwarte ich jetzt auch von den anderen Spielern."

Quelle: Rheinische Post

 
 
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