Düsseldorf: Skispringer starten ohne Schmitt bei der Team-Tour
zuletzt aktualisiert: 08.02.2012 - 02:30Düsseldorf (RP). Die deutschen Skispringer bestreiten ihre Heimauftritte bei der Team-Tour (10. bis 19. Februar) ohne Martin Schmitt. Der 34-jährige Routinier wurde von Bundestrainer Werner Schuster gestern nicht in das siebenköpfige Aufgebot für die Wettbewerbsserie in Willingen, Klingenthal und Oberstdorf berufen. "Martin will nach seiner Verletzungspause Mitte der Woche wieder ins Sprungtraining einsteigen. Ein Wettkampfstart zur Team-Tour käme für ihn noch zu früh", begründete Schuster seine Entscheidung.
Schmitt war bereits zur Halbzeit der Vierschanzentournee aus der Mannschaft des Deutschen Skiverbandes (DSV) genommen worden und hatte danach wegen einer hartnäckigen Knieverletzung mehrere Wochen nicht trainieren können. Ob der viermalige Weltmeister in dieser Saison noch einmal in den Weltcup zurückkehrt, ist offen.
Angeführt wird das DSV-Team vom Top-Duo Severin Freund und Richard Freitag, das in diesem Winter bereits für einen Sieg und sechs weitere Podestplätze gesorgt hat. Außerdem werden Stephan Hocke, Maximilian Mechler, Michael Neumayer, Felix Schoft und Andreas Wank an den Start gehen. "Endlich haben wir wieder eine Chance, unsere positive Entwicklung auch auf heimischem Boden unter Beweis zu stellen", sagte Schuster mit Blick auf die Team-Tour. Ziel sei ein Podestplatz. "Wir wollen uns als erster Verfolger der Österreicher positionieren."
Eine Premiere feiert am Wochenende Richard Freitag, der als derzeit erfolgreichster Deutscher mit 765 Punkten auf dem sechsten Platz der Weltcup-Wertung steht. "Die Form stimmt, und ich fühle mich fit", sagte der 20-Jährige vor seinem ersten Start auf der Willinger Mühlenkopfschanze. Besonders freue er sich auf sein "Heimspringen" in Klingenthal, betonte der Sachse. "Zu wissen, dass Familie und Freunde unten im Auslauf die Daumen drücken, ist ein wirklich schönes und motivierendes Gefühl."
Severin Freund (aktuell Platz acht im Weltcup) hatte bereits im vergangenen Winter unter Beweis gestellt, dass ihm die Schanze in Willingen liegt. Damals siegte der Rastbüchler vor dem Österreicher Martin Koch und Simon Ammann aus der Schweiz. Im Vergleich zur Vierschanzentournee sei die Team-Tour "entspannter", sagte Freund, der seinen Erfolg in Willingen von 2011 gern wiederholen möchte. Allerdings betonte der 23-Jährige, dass man sich in jedem Wettkampf immer wieder neu beweisen müsse. "Deshalb sind die Ergebnisse aus der Vergangenheit nicht wirklich aussagekräftig", sagte Freund. Zuletzt zeigte das DSV-Team im italienischen Predazzo eine starke Leistung mit fünf Top-Ten-Plätzen in zwei Wettbewerben.
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