Schumachers Erklärung auf der Internetseite
zuletzt aktualisiert: 24.12.2009 - 02:30"Ich möchte gar nicht leugnen, dass mich die Vorstellung eines deutschen Teams in der Formel 1 extrem reizt – ich glaube, das würde jedem deutschen Rennfahrer so gehen. Und natürlich spielt es eine große Rolle, dass ich bei Mercedes Grand Prix wieder mit Ross (Brawn) arbeiten kann. Aber vor allem ist auf einmal mein alter Rennfahrer-Hunger wieder erwacht. Noch Anfang nOvember in Abu Dhabi, als Ross mich fragte, ob ich mir eine Rückkehr vorstellen könne, fühlte ich mich nicht bereit. Doch nur zwei Wochen später, als er mich erneut anrief, merkte ich, wie das alte Feuer hochkam. Plötzlich hatte mich das Fieber wieder gepackt. Die Vorstellung, wieder im Formel-1-Auto um die WM zu fahren, ist für mich extrem inspirierend.
Seit 14 Jahren bin ich mit Ferrari verbunden, und ich habe viele wunderschöne Momente mit diesem Team erlebt. Der größte Teil meines Rennfahrerlebens ist rot, und ich fühle eine starke Verbundenheit zu den Jungs, die mich begleitet und mir immer ein tolles Auto hingestellt haben. Diese Verbundenheit wird bleiben, auch wenn wir uns auf der Strecke duellieren. Mercedes wird eine neue Herausforderung sein, die extrem reizvoll ist. Das Team wird stark sein, denn mit den beiden WM-Titeln hat es gezeigt, dass hier eine faszinierende Mischung aus höchster Professionalität und tiefster Leidenschaft ineinander greift. (...) Zumal ich dabei das Gefühl habe, als würde sich für mich ganz persönlich ein Kreis schließen. Immerhin hatte ich meinen ersten Rennfahrervertrag mit Mercedes.
Ehrlich gesagt, hat mich der gescheiterte Comeback-Versuch im Sommer ziemlich ins Schwanken gebracht. Ich war von mir selbst überrascht, wie schnell und wie massiv ich innerlich wieder beim Thema war. Offenbar haben sich meine Batterien in den letzten drei Jahren vollständig aufgeladen.
Körperlich fühle ich mich absolut fit. Schon im Sommer habe ich gesehen, wie schnell ich mit gezieltem Training wieder meine alten Leistungswerte erreicht habe, und seither habe ich weiter trainiert. Der Nacken ist absolut beschwerdefrei. Ich kann beim Training in der Nackenmaschine in dieselben Bereiche wie in meiner aktiven Zeit hinein trainieren.
Um es kurz zu machen: Ich bin total heiß auf das kommende Jahr."
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