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Schalke im Pech: Ein Tor wird nicht anerkannt

VON ALEXANDER SARTER - zuletzt aktualisiert: 08.02.2010 - 02:30

Freiburg (sid) Ein nicht anerkanntes Tor von Marcelo Bordon hat Felix Magath auf die Palme gebracht. "Solange Amateure über Profis bestimmen, müssen wir uns wohl jede Woche ärgern", schimpfte der Trainer von Schalke 04. So kamen die Königsblauen nur zu einem 0:0 bei Aufsteiger SC Freiburg und verlorenwichtige Punkte im Kampf um den Meistertitel. Magath hatte sichtlich Mühe, sich zu beherrschen. "Es gibt eben weiterhin Amateure, die nichts davon halten, technische Hilfsmittel im Profibereich anzuwenden", sagte der Coach und legte noch nach: "Das können ja nur Amateure sein. Im Profigeschäft wäre es schließlich sinnvoll, wenn man so wenig Fehler wie möglich hinnehmen müsste."

Schalkes Kapitän Bordon hatte mit einem Kopfball die Unterkante der Latte getroffen. Von dort sprang die Kugel knapp hinter die Torlinie, Schiedsrichter Jochen Drees (Münster) aber ließ das Spiel weiterlaufen. Auch der zuständige Assistent, Torsten Bauer (Seesbach), hatte nicht erkannt, dass der Ball wenige Zentimeter hinter der Linie war.

"Dem Assistenten und dem Schiedsrichter mache ich keinen Vorwurf", sagte Magath, der sich zum wiederholten Mal für die technische "Aufrüstung" der Unparteiischen aussprach: "Auch ein Torrichter ist doch nur etwas Halbfertiges. Ich bin schon immer für eine technische Lösung. Sinnvoll wäre eine Lösung, die solche Szenen sofort auflöst. Dann hätten wir die eine oder andere Ungerechtigkeit weniger, und das wäre doch ganz schön."

Magath hat kaum Hoffung auf rasche Abhilfe. "Das ist doch die alte Nummer. Solange der DFB, die Uefa oder irgendein Verband glaubt, dass wir ohne diese technische Hilfsmittel auskommen, müssen wir damit leben", sagte er. Freiburgs Trainer Robin Dutt unterstützte Magath: "Ich werde den Teufel tun und einem erfahrenen Trainer widersprechen. Es wäre ganz einfach, technische Hilfsmittel zu installieren. Es heißt immer, ohne die technischen Hilfsmittel würde der Fußball menschlich bleiben. Stattdessen wird er aber unmenschlicher."

Schalke ist seit sieben Spielen ungeschlagen. Die abstiegsgefährdeten Freiburger dagegen warten seit sieben Partien auf einen Erfolg.

Quelle: Rheinische Post

 
 
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