Savchenko/Szolkowy holen Gold
VON ANDREAS FRANK - zuletzt aktualisiert: 22.01.2009Helsinki. Hattrick vollendet, Publikum begeistert – Aljona Savchenko und Robin Szolkowy haben sich bei den Eiskunstlauf-Europameisterschaften in Helsinki souverän die programmierte Goldmedaille abgeholt. Vor 6000 Zuschauern in der Hartwall-Areena siegten die deutschen Paarlauf-Weltmeister mit einer glanzvollen Kür und 199,07 Punkten vor den Russen Yuko Kawaguchi und Alexander Smirnow (182,77) sowie Maria Muchortowa und Maxim Trankow (182,07).
Nahezu fehlerfrei spulten die alten und neuen Titelträger ihre gefühlvolle Kür zur Filmmusik "Schindlers Liste" ab. Bis auf einen kleinen Wackler der gebürtigen Ukrainerin gab es an dem Programm kaum etwas auszusetzen. Selbst der sonst so kritische Trainer Ingo Steuer grinste breit, als seine Schützlinge vom Eis kamen und nahm die Blondine geradezu liebevoll in den Arm.
Die Konkurrenz machte es allerdings den sechsmaligen Deutschen Meistern leichter als erwartet. Insbesondere die nach dem Kurzprogramm führenden Russen Maria Muchortowa und Maxim Trankow hatten einen rabenschwarzen Tag erwischt und konnten ihre Spitzenposition nicht behaupten. In dieser Verfassung ist für Savchenko und Szolkowy auch die Verteidigung des WM-Titels ein realistisches Ziel.
Noch nach dem nicht fehlerfreien Kurzprogramm am Dienstag hatte Steuer Kritik an Szolkowy geübt und ihm die Hauptschuld an Rang zwei in der Kurzkür gegeben: "Robin weiß manchmal nicht, worum es geht. Ich hoffe, dass er bald wieder aufwacht. Er muss wissen und lernen, was wichtig für ihn ist, und er muss über seine Einstellung nachdenken."
Ihr Minimalziel erreichten Maylin Hausch aus Oberstdorf und der Essener Daniel Wende. Die deutschen Vize-Meister landeten bei ihrem gemeinsamen EM-Debüt auf Rang acht und qualifizierten sich damit für die Welttitelkämpfe Ende März in Los Angeles. Und das, obwohl der 24-Jährige wegen einer Bänderverletzung im rechten Fuß derzeit nur Doppelsprünge absolvieren kann.
Am Nachmittag hatte sich der Deutsche Meister Peter Liebers mit gleich zwei Patzern beim Sturm auf die Top-Ten in der Herrenkonkurrenz als Vierzehnter mit 62,19 Punkten eine blutige Nase geholt. Der Schützling von Trainerin Viola Striegler patzte gleich mehrfach und muss nun in der heutigen Kür ab 17.45 Uhr versuchen, Europameisterschafts-Rang 13 aus dem Vorjahr zu verbessern.
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