Riesch-Schwestern greifen Ski-Weltverband an
zuletzt aktualisiert: 08.02.2010 - 02:30Die deutschen Olympia-Medaillenkandidatinnen Maria und Susanne Riesch haben die FIS und die mangelnde Sicherheit auf den Pisten kritisiert. "Der Skiweltverband sagt, das Material der Läuferinnen sei zu aggressiv, deshalb steige die Sturzgefahr. Das ist so nicht ganz richtig", sagte Slalom-Weltmeisterin Maria Riesch dem Nachrichtenmagazin "Focus". Die Pisten seien vielmehr das Problem, ergänzte Susanne Riesch: "Das Schlimmste ist, wenn eine Piste unterschiedlich präpariert ist, oben griffig und unten eisig zum Beispiel. Die Serviceleute wissen dann nicht mehr, wie sie die Skier herrichten sollen."
Beide sprachen sich aber grundsätzlich für Schnelligkeit und Rasanz aus. "Die Rennen sind zwar noch dynamischer geworden, aber jede von uns hat auch ihre Technik dafür entwickelt. Es macht einfach mehr Spaß, die Schwünge von Anfang bis Ende auf der Kante fahren zu können. Ich möchte Änderungen. Aber keine radikalen", erklärte Maria Riesch, die sich aber einen reduzierten Wettkampfkalender wünscht. "Vor allem für die Allrounder war das Programm im Dezember, Januar ein Wahnsinn. Das Risiko wird durch diesen Stress, der keine wirkliche Regeneration ermöglicht, natürlich nicht verringert", so Maria Riesch weiter.
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