Olympia-Sicherheit kostet 770 Millionen Dollar
zuletzt aktualisiert: 27.07.2011 - 02:30München/London (dapd) Der Doppelanschlag in Norwegen hat auch das Olympische Komitee aufgeschreckt und das Thema Sicherheit genau ein Jahr vor Beginn der Sommerspiele in London in den Mittelpunkt gerückt. Man werde die Pläne nach dem Attentat eines Einzeltäters mit mindestens 76 Toten noch einmal überprüfen – aber er sei sich gewiss, dass man alles für "sichere Spiele" getan habe.
770 Millionen Dollar werden ausgegeben, damit sich ein Bombenattentat wie das von 2005 in London nicht wiederholt. Damals waren am Tag nach der Vergabe der Spiele an London 52 Menschen bei Attacken von Selbstmord-Attentätern gestorben. Die britische Regierung stuft die Terrorgefahr für die Sommerspiele nicht nur deshalb als "ernst" ein. Zuletzt traten zudem zwei Führungskräfte der mindestens 12 000 Polizisten umfassenden Olympia-Sicherheitsarmee zurück.
Dennoch will man ab der Eröffnung am 27. Juli 2012 die größte Party in der Geschichte des Königreichs feiern. "Unsere Polizei ist sehr gut darin, sich diskret und freundlich zu präsentieren – aber die Leute zu schützen", sagte Sebastian Coe als Chef des Organisationskomitees.
Auch das Internationale Olympische Komitee (IOC) ist von den Sicherheitsvorkehrungen in London überzeugt. Präsident Jacques Rogge lobte den Stand der Vorbereitungen: "London ist in der Zeit und im Budget, mit einer hohen Qualität der Vorbereitungen."
Das geplante Baukosten-Budget von 15 Milliarden Dollar soll nicht vollständig ausgeschöpft werden. 88 Prozent der Sportstätten sind bereits fertiggestellt, darunter das 80 000 Zuschauer fassende Olympiastadion im gigantischen Olympic Park. Bereits jetzt sind 6,6 Millionen Tickets verkauft. Es gab rund 22 Millionen Anfragen. "Bei keinem Sportereignis in der Geschichte hat es jemals so viele Anfragen gegeben", sagte Coe. Deshalb ist das Thema Sicherheit umso wichtiger, damit nicht wie in München 1972 oder Atlanta 1996 eine Terrorattacke das friedliche Fest zerstört.
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