Löw steht unter starkem Druck
VON FRIEDHELM KÖRNER - zuletzt aktualisiert: 08.02.2010 - 02:30Die Weltmeisterschaft ist noch vier Monate entfernt, da wissen die Verantwortlichen beim DFB bereits, mit wem sie es anschließend in der Qualifikation für die Europameisterschaft 2012 zu tun haben. Und wieder einmal nach einer Auslosung für ein Großturnier kann sich niemand im Verband beschweren. Das deutsche Team ist bei der Zusammensetzung der Gruppe A Topfavorit auf den ersten Platz, der die sichere Teilnahme an der Endrunde in Polen und der Ukraine bedeutet.
Alles andere als sicher ist, ob Joachim Löw, sein Trainerstab und Manager Oliver Bierhoff die DFB-Auswahl zur EM führen sollen. Die Aufschiebung der Vertragsverhandlungen und die schrille Begleitmusik des spektakulären Vorgangs legen die Vermutung nahe, dass Löw nach der WM vielleicht nicht mehr Bundestrainer sein wird. Insbesondere dann nicht, wenn das Team in Südafrika enttäuscht. Spekuliert wird sogar über eine Trennung schon vorher.
Beim Test am 3. März in München gegen Argentinien steht Löw deshalb unter starkem Druck. Eine Niederlage – bei diesem Gegner nicht außergewöhnlich – könnte die Diskussionen um den Trainer anheizen und die Vorbereitung des Teams auf die Weltmeisterschaft empfindlich stören. Eine ähnliche Zuspitzung gab es vor der WM 2006 nach der 1:4-Testspielniederlage in Italien um den damaligen Bundestrainer Jürgen Klinsmann. Bei der Endrunde folgte dann aber das Sommermärchen mit Rang drei.
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