Kölner Problemfall Podolski
zuletzt aktualisiert: 12.02.2010 - 02:30Augsburg/Köln (sid) Platzverweise, Pokalpleite und der Problemfall Podolski: Bei der 0:2-Niederlage des 1. FC Köln im Pokal-Viertelfinale beim Zweitligadritten FC Augsburg machte ausgerechnet "Prinz Poldi" den Fußball-Bundesligisten zu Karnevalsbeginn zur Lachnummer. Lukas Podolski sorgte mit seinem Acht-Minuten-Gastspiel für den unrühmlichen Tiefpunkt beim peinlichen Auftritt der Rheinländer, die sich mit drei Hinausstellungen (Adil Chihi, Podolski, Petit) zum Narren machten. "In einem Pokalspiel, wo die Emotionen so hochkochen, kann so was passieren", kommentierte der 69-malige Nationalspieler lapidar seinen Aussetzer, der seinen Klub endgültig auf die Verliererstraße gebracht hatte.
Nur acht Minuten nach seiner Einwechslung leistete sich der 24-Jährige ein Foul, klatschte dann Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer (Herne) für dessen Freistoßpfiff höhnisch Beifall und quittierte die darauffolgende Verwarnung mit einem erhobenen Daumen. Dies ließ sich Kinhöfer nicht bieten und schickte Podolski mit Gelb-Rot vom Platz. Daraufhin rastete der Stürmerstar aus und konnte offenbar nur von seinen Teamkollegen davon abgehalten werden, auf den Unparteiischen loszugehen.
Der zehn Millionen Euro teure Podolski, der sich durch mäßige Leistungen und Verletzungen immer mehr vom Hoffnungsträger zum Sorgenkind entwickelt hat, sah nach dem Schlusspfiff immerhin seinen Fehler ein. "Ich war beim Schiri und habe mich entschuldigt", sagte der teuerste Spieler der Kölner Klubgeschichte. Seinen Platzverweis wollte er allerdings nicht als Grund für die Pleite der Gäste gelten lassen. "Die Gelb-Rote Karte hat das Spiel nicht entschieden", sagte er. "Wir haben es im Spiel vergeigt."
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