Klopp verlangt Rasenheizung im Winter
zuletzt aktualisiert: 09.02.2012 - 02:30Dortmund/Kiel (RP/dpa) Zum Glück hatte Borussia Dortmund das DFB-Pokalspiel bei Holstein Kiel mit 4:0 gewonnen. "Bei einer Niederlage würde ich mich nämlich anhören wie ein schlechter Verlierer", sagte BVB-Coach Jürgen Klopp. Seine Schimpfkanonade über die Bodenverhältnisse hatte er sich für die Gespräche nach dem Spiel aufgehoben. "Unter normalen Umständen war der Platz nicht zu bespielen", urteilte der Trainer, "aber der Schiedsrichter hatte keine Handhabe für eine kurzfristige Absage, weil es ein Live-Spiel im Fernsehen war." Bei solchen Witterungsverhältnissen sei "eine Rasenheizung Pflicht. Wenn keine Rasenheizung da ist, muss woanders gespielt werden".
Unterstützung erhielt er von seinem Kollegen Robin Dutt. Der Leverkusener Fußballlehrer erklärte: "Es muss wohl erst einer auf den Kopf fallen, damit sich etwas ändert. Ich kann sowieso nicht verstehen, warum zwischen Mai und August nicht gespielt wird." Der Deutsche Fußball-Bund versprach in einer ersten Reaktion auf die Vorwürfe, sich "mit der Frage zu beschäftigen, ob eine Änderung der Durchführungsbestimmungen sinnvoll wäre". Die ARD als übertragender Sender wies den Vorwurf zurück, die Fernsehanstalten hätten Einfluss auf die Entscheidung des Schiedsrichters, ob eine Begegnung ausgetragen werden kann. "Unser Einfluss ist nullkommanull. Der Schiedsrichter stimmt sich nicht mit uns ab", beteuerte der ARD-Sportkoordinator Axel Balhausky.
In Ermangelung einer Rasenheizung war der Boden in Kiel an manchen Stellen betonhart, an anderen aufgeweicht. Klopp: "Das Verletzungsrisiko war viel zu groß."
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