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In der EM-Qualifikation wieder gegen Vogts

VON JÜRGEN ZELUSTEK - zuletzt aktualisiert: 08.02.2010 - 02:30

Warschau (sid) Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat auf dem Weg zur Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine trotz einiger brisanter Duelle die erwartet lösbaren Aufgaben erwischt. Als Kopf der Gruppe A trifft der dreimalige Welt- und Europameister auf die Türkei, Österreich, Belgien, Kasachstan und erneut auf Aserbaidschan mit Berti Vogts.

"Ich denke schon, dass wir bei der EM 2012 dabei sein werden", sagte Bundestrainer Joachim Löw. Am 18. und 19. Februar soll in der DFB-Zentrale der Spielplan für die Qualifikation erarbeitet werden. Vor allem die Spiele gegen die Türkei, bei der EM 2008 Halbfinalgegner der DFB-Auswahl (3:2), und gegen Österreich versprechen Emotionen und Brisanz. Sofort wurden wieder Erinnerungen an die "Schmach von Cordoba" (2:3-Niederlage) oder an die "Schande von Gijon" (1:0) bei der WM 1982 in Spanien wach.

Gegen Kasachstan, gegen die die Deutschen in ihrer langen Länderspielgeschichte noch nie gespielt haben, und Aserbaidschan kommt es zu Begegnungen mit Trainern aus der Bundesrepublik. Kasachstan wird vom ehemaligen Stuttgarter Bernd Storck betreut, Aserbaidschan von früheren Bundestrainer Vogts. Schon in der Qualifiaktion zur WM 2010 hatte Vogts sein Heimatland herausgefordert, war mit seinem Team aber ohne Chance (0:4/0:2). "Wir freuen uns auf die großen Deutschen, von denen wir viel lernen können", sagte Vogts nach der von Zbigniew Boniek und Andrzej Szarmach sowie Oleg Blochin und Andrej Shevchenko vorgenommenen Auslosung. Löw sprach angesichts der Begegnungen mit Vogts und Storck von "einer deutschsprachigen Gruppe".

Den letzten Vergleich mit Österreich gab es bei der Europameisterschaft 2008 in Wien. Die Auswahl des DFB gewann das Gruppenspiel durch ein Tor von Kapitän Michael Ballack mit 1:0. "Gegen Deutschland hat unser Team auf jeden Fall eine Chance. Etwas Besseres konnte Österreich nicht passieren, dieses Los weckt den Patriotismus. Unsere Spieler können etwas Großes erreichen. Ich traue ihnen sogar die EM-Teilnahme zu", sagte Hans Krankl, ehemaliger Nationalspieler (bei der WM-Endrunde 1978 zweifacher Torschütze gegen die deutsche Mannschaft in der argentinischen Stadt Cordoba) und Nationaltrainer Österreichs.

In neun Gruppen spielen insgesamt 51 Teams. Es geht um die 14 freien EM-Plätze. Die beiden Gastgeber Polen und Ukraine sind automatisch qualifiziert. Die neun Gruppensieger und der beste Zweite aus den EM-Qualifikationsspielen, die von September 2010 bis Oktober 2011 ausgetragen werden, qualifizieren sich direkt für die Endrunde. Die acht weiteren Gruppenzweiten ermitteln in Play-off-Duellen im November 2011 die weiteren EM-Starter.

Quelle: Rheinische Post

 
 
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