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Mönchengladbach: Gladbach glaubt weiter an das Unmögliche

VON ANDRÉ SCHAHIDI - zuletzt aktualisiert: 01.04.2011 - 02:30

Mönchengladbach (RP). Lucien Favre ist wahrlich kein Mann der großen Töne. Auch konkrete Aussagen sind nicht so die Welt des Schweizers. Auf die Frage nach der Einsetzbarkeit eines seiner Spieler antwortete der Trainer von Borussia Mönchengladbach schon mal: "Ich kann Ihnen dazu ganz klar sagen: Ich weiß es nicht." Das Problem ist – diese Antwort Favres ist auf mehr oder minder alle Fragestellungen übertragbar, die das aktuelle sportliche Geschehen bei Borussia betreffen.

Wer morgen im Spiel bei Bayern München aufläuft? Keine Antwort. Wie man die Partie denn bestreiten möchte? "Intelligent und konzentriert", lautet die Replik. Dabei gibt es im Vorfeld des Gastspiels beim Rekordmeister durchaus einige spannende Fragen zu beantworten. Eine nicht ganz unwichtige ist dabei die Frage nach dem Torhüter. Klar ist bislang nur, dass Marc-André ter Stegen, Borussias Nachwuchshoffnung, nicht mit an die Isar reist – der 18-Jährige läuft für die U23 auf. Logan Bailly, der vor zwei Wochen mit einem dicken Patzer gegen Kaiserslautern die Niederlage herbeiführte, erhält zwar keinen Persilschein mehr von Favre, im Tor stehen wird er dennoch – auch wenn sich der Trainer diesbezüglich nebulös gibt.

Favres Vorgesetzter, Sportdirektor Max Eberl, findet sieben Spieltage vor Schluss trotz der recht unerfreulichen Ausgangslage dann doch deutlichere Worte. "Wir dürfen Bayern nicht auf ein Podest hieven", sagt er. "Wir dürfen auf keinen Fall in Ehrfurcht erstarren. München ist in dieser Saison sicherlich nicht unschlagbar." Das mag sein. Doch auf die Frage, wie Borussia personell gegen das doch nicht ganz ungefährliche Flügel-Duo Arjen Robben/Franck Ribèry reagieren will, heißt es nur (Favre): "Bayern ist aktuell die stärkste Mannschaft Deutschlands."

Bei solcher Auskunftsfreude bleibt nur das Mittel der Spekulation. Favre könnte zum Beispiel in der Abwehr einen Wechsel vornehmen. Tony Jantschke war die ganze Woche mit der U21-Nationalmannschaft unterwegs, zwischenzeitlich kurz verletzt – gut möglich, dass für ihn wieder – trotz eklatanter Fehler – Tobias Levels in die Abwehr rückt.

Doch egal in welcher Besetzung – falls Borussia noch den unwahrscheinlichen Nichtabstiegsplatz erreichen will, muss in München fast schon ein Sieg her. "Punkte gegen Bayern sind zwar vor der Saison nie eingeplant", sagt Sportdirektor Eberl. "Möglich ist es trotzdem, etwas bei den Bayern zu holen." Und Eberl wäre nicht Eberl, wenn der Standardsatz der vergangenen Wochen ausbleiben würde: "Wir haben noch sieben Spiele – und versuchen, das Unmögliche noch zu schaffen." Also alles wie gehabt.

Quelle: RP


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