Fußball-Klub mahnt Profis wegen Ramadan ab
zuletzt aktualisiert: 14.10.2009 - 02:30Frankfurt/M (sid) Fußball-Zweitligist FSV Frankfurt hat für ein Novum im deutschen Profifußball gesorgt und drei Profis abgemahnt, weil sie während des Ramadan gefastet und den Klub darüber nicht informiert haben. Dabei soll es sich um die Spieler Soumaila Coulibaly, Pa Saikou Kujabi und Oualid Mokhtari handeln. "Diese Maßnahme des FSV Frankfurt ist tatsächlich ein Novum. In dieser Pauschalität halte ich das Vorgehen für rechtswidrig. Man könnte argwöhnen, dass nicht das Fasten das Problem ist, sondern es andere Gründe gibt", sagte Frank Rybak, Justiziar der Vereinigung der Vertragsfußballspieler (VDV).
Laut Rybak hat der Tabellenvorletzte der 2. Liga in die nicht verbindlichen Musterverträge der Deutschen Fußball Liga (DFL) einen Passus hinzugefügt, wonach es allen Profis "ohne schriftliche Zustimmung des Vereins" untersagt ist, zu fasten oder eine Diät zu machen.
Die Rechtsabteilung des FSV Frankfurt sieht sich im Recht. Abteilungsleiter Jens-Uwe Münker sagt: "Der FSV muss als Arbeitgeber von Leistungssportlern zwingend Kenntnis darüber haben, ob ein Spieler fastet, da der Verein andernfalls bei voller Trainingsbelastung eine Gesundheitsgefährdung riskieren würde."
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